Berlin : Christine Montmasson, 13, Leichtathletin

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„Eigentlich habe ich gar keine Zeit. Ich will mit meiner Mannschaft vom TV Eutingen 1879 auf der Schwäbischen Alb den Turnerumzug auf der Straße des 17.Juni anfeuern. Ein Glück, dass ich auf der Busfahrt von Süddeutschland nach Berlin die ganze Nacht gut geschlafen habe. Wie lange ich schon Sport mache? Fast so lange, wie ich auf der Welt bin. Früher halt MutterKind-Turnen, dann Geräteturnen, später Schwimmen und Aerobic. Beim Turnfest mache ich bei der Leichtathletik mit. 75-Meter-Sprint, da ist meine Bestzeit 11,2 Sekunden. Und Weitsprung, ich schaffe über vier Meter. Zu Hause trainiere ich zwei Mal die Woche. Lust auf Sport habe ich immer, vor allem, weil man mit Freunden zusammen ist und auch lernt, sich durchzukämpfen. Das Gewinnen ist mir nicht so wichtig. Deswegen will ich auch nicht Leistungssportlerin werden, sondern Heilpädagogin. Meine Schwester ist geistig und körperlich behindert. In Berlin möchte ich auf jeden Fall den Reichstag sehen. Und das Brandenburger Tor – aber das muss ja schon das da vorne sein!“

Aufgezeichnet von Annette Kögel

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