Berlin : Christopher Street Day: Stundenlange Karawane in der City

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Am morgigen Sonnabend ist es wieder soweit. Unter dem Motto "Berlin stellt sich que(e)r gegen Rechts" startet um 13 Uhr die Demonstrationsparade zum Christopher Street Day. Mehrere hunderttausend Teilnehmer und Gäste erwarten die Veranstalter, die die Strecke bis zum Abend säumen werden. Mit dem Christopher Street Day erinnern Lesben und Schwule an eine Straßenschlacht in New York Anfang der 70er Jahre, die weltweit eine Emanzipationsbewegung der Homosexuellen auslöste.

Auftakt ist am Kurfürstendamm, Ecke Uhlandstraße, weiter geht es über Tauentzienstraße, Wittenbergplatz, Kleist- und Bülowstraße, Potsdamer Straße, Potsdamer Platz, Leipziger Straße, Wilhelmstraße, Behrenstraße, Platz des 18. März, Straße des 17. Juni zum Großen Stern. Dort soll voraussichtlich gegen 18 Uhr der Zug enden und in eine Abschlusskundgebung mit anschließender Party münden. Als einer der Redner soll gegen 19 Uhr 30 Bundestagspräsident Wolfgang Thierse sprechen. Die Kundgebung endet dann gegen Mitternacht. Grafik: Die Demonstrations-Route Wegen der stundenlangen Karawane durch die Innenstadt wird es vermutlich zu großen Verkehrsbehinderungen kommen. Autofahrern empfiehlt die Polizei daher, die westliche Innenstadt weiträumig zu umfahren oder auf U- und S-Bahnen auszuweichen. Auch Fahrgäste der Buslinien müssen mit Verspätungen und geänderten Linienführungen rechnen. Betroffen sind unter anderem die wichtigen Linien 100, 200, 119, 129 und 219. Die Buslinien, die an der Siegessäule vorbeiführen, werden erst am Sonntagfrüh wieder planmäßig verkehren.

Erstmals vergibt in diesem Jahr der veranstaltende CSD e.V. einen Zivilcourage-Preis. Einer der Preiträger ist der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel. Wegen des Sabbats erhält er die Auszeichnung jedoch erst am Sonntag während einer Feierstunde im Roten Rathaus. Das Programm B1 vom SFB überträgt zwischen 13 und 16 Uhr live.

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