Berlin : CHRONIK DER GEWALT

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In Kreuzberg kommt es zum ersten Gewaltausbruch. 900 junge Menschen liefern sich 12 Stunden lang Straßenschlachten mit der Polizei. Geschäfte werden geplündert und Autos angezündet. 55 Randalierer kommen in Haft oder Polizeigewahrsam. 245 Polizisten werden verletzt.

1989: Bei Krawallen von ungefähr 2000 Randalierern in Kreuzberg und Neukölln werden 350 Polizisten verletzt. Es entsteht Sachschaden in Millionenhöhe.

1991: Nach der Wiedervereinigung zieht die „Revolutionäre 1. MaiDemonstration“ in den Ostteil der Stadt. In Friedrichshain gibt es Krawalle, die sich in Kreuzberg fortsetzen. 181 Randalierer werden festgenommen, 88 Polizisten verletzt.

1997: Bei Ausschreitungen in Kreuzberg, Mitte und Prenzlauer Berg werden 437 Menschen festgenommen.

1998: Nach schweren Krawallen sind einige Straßen in Prenzlauer Berg verwüstet. Vorwiegend junge Leute plündern Läden und errichten brennende Barrikaden.

1999: Die Polizei führt ein neues Präventionskonzept ein. Dennoch kämpfen in Kreuzberg Autonome mit Polizisten. Die Bilanz: 139 verletzte Beamte und 213 Festnahmen.

2000: Nach einem ruhigen Tag mit einer umstrittenen NPD-Kundgebung eskaliert nach Einbruch der Dunkelheit die Gewalt in Kreuzberg. 6500 Polizisten sind im Einsatz, 400 Randalierer werden festgenommen.

2001: CDU-Innensenator Eckart Werthebach verbietet eine für den 1. Mai geplante NPD-Demo und erstmals die „Revolutionäre 1.Mai-Demonstration“. Das NPD-Demo-Verbot wird gerichtlich aufgehoben. Trotz des Rekordaufgebotes von 9000 Polizisten gibt es Krawalle. 600 Demonstranten werden festgenommen, 166 Polizisten verletzt.

2002: Trotz der Deeskalationsstrategie kommt es zu Ausschreitungen, die schon in der Walpurgisnacht beginnen. Die Feiertagsbilanz: 101 verletzte Beamte, 158 festgenommene Randalierer. In Kreuzberg wird zwei Mal derselbe Supermarkt geplündert. dpa

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