• Chronik der Straftaten: Verhöhnt, geschlagen, zerstört – antisemtische Vorfälle in Berlin

Chronik der Straftaten : Verhöhnt, geschlagen, zerstört – antisemtische Vorfälle in Berlin

Antisemitische Straftaten gibt es immer wieder. Erst Ende April wurden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee insgesamt 42 Grabsteine umgeworfen und zwölf Begrenzungssäulen herausgerissen. Weitere Vorfälle:

Januar 2008: Zwei Männer hetzen in der Großen Hamburger Straße einen Hund auf fünf jüdische Schüler. Dazu werden die Schüler im Alter zwischen 15 und 17 Jahren als „Scheißjuden“ und „Drecksjuden“ beschimpft und attackiert. Die Schüler bleiben unverletzt.

Mai 2003: Ein 19-jähriger US-Amerikaner, an seinen Schläfenlocken als Jude erkennbar, wird von einer Gruppe arabisch aussehender Täter angegriffen – erst beleidigt, dann geschlagen. Wenige Tage zuvor war ein weiterer Mann beleidigt und getreten worden. Schon zwei Monate zuvor hatte es einen ähnlichen Fall gegeben.

Januar 2001: Eingangstor und Trauerhalle des jüdischen Friedhofs in Potsdam werden in Brand gesetzt.

Juni 2000: Unbekannte ritzen Hakenkreuze in das Denkmal für deportierte Berliner Juden an der Putlitzbrücke in Moabit. Dieses Denkmal ist in der Vergangenheit schon oft beschädigt worden.

November 1999: Unbekannte zerstören 150 Grabmäler im Betrieb eines Steinmetzes, der unentgeltlich beim Wiederaufrichten von Grabsteinen auf einem geschändeten Jüdischen Friedhof geholfen hatte.

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