Chronik : Kunstdiebstähle in Berlin

31. Dezember 2008

Kunstdiebstahl aus der Fasanengalerie in Berlin-Charlottenburg: Mehr als 30 Kunstwerke werden gestohlen. Dazu gehörten Radierungen, Lithografien und Skulpturen von Künstlern wie Henri Matisse, Pablo Picasso und Georges Braque im Wert von insgesamt rund 200.000 Euro. Der Fall gilt als einer der spektakulärsten Kunstdiebstähle der vergangenen Jahre in Deutschland.

20. April 2002

Vier Männer brechen in das Berliner Brücke-Museum ein und stehlen neun Gemälde von Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner und Max Pechstein im Gesamtwert von 3,6 Millionen Euro. Ein Jahr später sind alle Bilder sichergestellt. Die Täter erhalten Haftstrafen.

20. März 2000

In Berlin lässt ein Fahrer in Charlottenburg seinen Kleinlaster mit Gemälden im Wert von rund einer halben Million Euro unbeaufsichtigt. Als er zurückkehrt, ist der Wagen samt Kunstwerken verschwunden. Unter den gestohlenen Grafiken und Gemälden sind Werke von Miro, Kollwitz und Barlach. Dank einer aufmerksamen Kriminalbeamtin werden sechs Wochen später 47 Gemälde sicher gestellt.

3. September 1989

Zwei Männer entwenden aus dem Schloss Charlottenburg den "Armen Poeten" des Malers Carl Spitzweg und ließen noch einen zweiten Spitzweg, den "Liebesbrief", mitgehen. Die Täter haben sich zuvor als Rollstuhlfahrer und Betreuer durch die Räume bewegt. Als sie die Bilder von der Wand reißen, gibt es Alarm, ein Aufseher stürzt herbei. Doch ein Fausthieb streckt ihn nieder. Ein zweiter Wachmann ist nicht schnell genug am Tatort. Beide Bilder sind bis heute nicht wieder aufgetaucht.

Mai 1988

Am frühen Nachmittag des 27. Mai geht der Dieb durch die Neue Nationalgalerie. Vor dem Porträt Francis Bacons zückt er den Schraubenzieher und entfernt die Aufhängvorrichtung. Die Sirene bleibt stumm - das mit 240 000 Mark versicherte Bild des englischen Malers Lucian Freud war an kein Alarmsystem angeschlossen. Irgendwann fällt den Wächtern die leere Stelle auf - nachdem der Dieb mit Bild, Schnur und Schraube verschwunden war. Das Bacon-Porträt ist seitdem verschollen.

September 1981

Der "Knabe am Schreibtisch" von Adolph Menzel, ausgeliehen aus der Nationalgalerie, wird in einer Ausstellung der Akademie der Künste gestohlen. Wert 250000 DM

April 1975

Ein wertvoller antiker Bronzekopf wird aus dem Charlottenburger Schloß gestohlen. Wert etwa 500000 DM. Die Alarmanlage reagierte nicht.

August 1962

Gemäldediebstahl auf der Pfaueninsel. Ein Ölgemälde von Carl Blechen mit einem Wert von 5000 DM wurde aus dem sogenannten Erinnerungsraum der Königin Luise von Preußen im Schlößchen auf der Pfaueninsel gestohlen.

Dezember 1959

Diebstahl eines der teuersten Gemälde aus dem Dahlemer Museum: Noch während der regulären Öffnungszeiten wird die Rembrandtsche "Christuskopf-Studie" gestohlen. Zwei Jahre später kehrt das Bild zurück. Es findet sich nach einem anonymem Tipp in einem Schließfach auf dem Braunschweiger Hauptbahnhof wieder.

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