Chronik : Vor genau einem Jahr begann die Suche

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7. Dezember 2010: Die Stelle wird offiziell ausgeschrieben. Als Dienstbeginn ist der 1. Juni 2011 angegeben, da Dieter Glietsch Ende Mai ausscheiden muss. In den Monaten danach werden immer wieder Namen genannt, die sich beworben haben sollen.

Mai 2011: Die Innenverwaltung hat sich auf Udo Hansen festgelegt, benennt ihn aber nicht, da der unterlegene Kandidat Klaus Keese zwei Wochen Klagefrist hat. Keese klagt tatsächlich.

1. Juni: Margarete Koppers übernimmt nach dem Ausscheiden von Glietsch das Amt kommissarisch.

10. Juni: Keese verliert vor Gericht. Gegen die Stimmen der Linkspartei benennt der Senat am 28. Juni Hansen ein erstes Mal. Keese scheitert in den folgenden Tagen auch in der zweiten Instanz mit einem Eilantrag. Ein Gerichtsverfahren zur Beurteilung, wie genau die Auswahl lief, ist noch offen.

12. Juli: Das Verfahren wird vom Verwaltungsgericht gestoppt, da kein Auswahlverfahren stattfand. Zunächst überlegt Innensenator Ehrhart Körting, die zweite Instanz anzurufen.

26. Juli: Körting gibt bekannt, sich der Gerichtsentscheidung zu beugen. Eine Auswahlkommission soll nun gebildet werden, die die beiden verbliebenen Kandidaten befragen soll.

4. Oktober: Beide Kandidaten müssen sich je 90 Minuten von der Auswahlkommission befragen lassen.

12. Oktober: Gegen die Stimmen der Linkspartei ernennt der alte Senat Hansen zum Polizeipräsidenten ein zweites Mal. Zwei Wochen später wird bekannt, dass Keese erneut vor Gericht zieht.

7. Dezember. Das Verwaltungsgericht stoppt die Besetzung erneut, da sich die Innenverwaltung ausschließlich auf das Ergebnis des Auswahlgesprächs gestützt habe.

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