Chronologie : Die Dunkelziffer ist hoch

29. April 2009: Berlin bereitet sich auf die Schweinegrippe vor: Zwei erste Verdachtsfälle bestätigen sich nicht.

3. Mai 2009: In Brandenburg bestätigen sich zwei Verdachtsfälle. Ein infiziertes Ehepaar wird auf der Isolierstation behandelt, die Behörden suchen nach Kontaktpersonen, die Krankheit verläuft komplikationsfrei.

13. Juni 2009: Erster Fall in Berlin – H1N1 wird bei einer 23-jährigen Frau nachgewiesen.

15. September: Eine Lichtenberger Realschule wird geschlossen. In Kreuzberg steht eine ganze Klassenstufe unter Quarantäne

5. November 2009: Ein mit Schweinegrippe infizierter Berliner stirbt im Urban-Krankenhaus. Der 40-Jährige ist der erste und bislang einzige der Berliner Grippe-Toten, der keine Vorerkrankung hatte.

7. November: Potsdam schaltet eine Hotline.

9. November 2009: Beginn der Impfaktion gegen die Schweinegrippe in Berlin und Brandenburg. Es beginnt der Ansturm auf Gesundheitsämter und Arztpraxen, der allerdings bald nachlässt. Der Streit um das Für und Wider des Impfstoffs hat die Bürger verunsichert.

25. November 2009: Auch Brandenburg hat den ersten Schweinegrippen-Toten zu beklagen. Ein herzkranker Mann erlag den Folgen der Infektion. In der Charité verstarb tags zuvor eine 64-Jährige.

Februar 2010: Die Zahl der registrierten Infizierten sinkt, wobei längst nicht mehr alle Fälle untersucht werden und die Behörden daher von einer großen Dunkelziffer ausgehen. Die Praxen sind trotzdem voll: Die Ärzte behandeln vor allem Erkältungen.

März 2010: Der Berliner Senat will Impfstoff verkaufen. Es hat weitaus mehr bestellt, als am Ende gebraucht wurde. das

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