Berlin : „Cinesave“ rettet Filme vor dem Verfall

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Acht Medienunternehmen der Hauptstadtregion haben sich in Babelsberg zusammengeschlossen, um als Arbeitsgemeinschaft „Cinesave“ den Verfall von altem Filmmaterial zu stoppen. „Es gab am Standort PotsdamBabelsberg einzelne Spezialisten für die Restaurierung und Digitalisierung von Bild- und Tonquellen, die aber im Alleingang nicht so erfolgreich waren“, sagt Andreas Vogel, Geschäftsführer von Pro Babelsberg. Die Standortmarketing-Gesellschaft hatte die Cinesave-Partner zusammengebracht. Jetzt startet das erste große Projekt: die Restaurierung eines Stummfilms aus dem Jahre 1916 für das österreichische Filmarchiv Austria.

Rund sechs Monate wird die Restaurierung der vier Filmrollen von 600 Metern Länge dauern. Das Kopierwerk des Studios Babelsberg wird einen Großteil der Arbeit übernehmen, aber auch die anderen Partner beteiligen sich. „Die Digitalisierung von Filmarchiven wird angesichts des Verfalls des analogen Materials in Zukunft eine wichtige Rolle spielen“, glaubt Vogel. Nur wenn sie auf moderne Medien überspielt werden, können sie als Dokumente der Kulturgeschichte bewahrt werden. Die beteiligten Firmen sprechen jetzt als „Babelsberg Restoration Center“ weltweit potenzielle Kunden an. Erste Anfragen gibt es auch aus Brasilien und Großbritannien. sher

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