City West : Ein Turm weckt Träume

23.10.2010 19:50 UhrVon Cay Dobberke
Es geht aufwärts. Das neue Zoofenster setzt einen weithin sichtbaren Akzent in der City West. Foto: Günter Peters Foto: Guenter Peters
Es geht aufwärts. Das neue Zoofenster setzt einen weithin sichtbaren Akzent in der City West. Foto: Günter Peters - Foto: Guenter Peters

Mit dem Richtfest fürs Zoofenster-Hochhaus beginnt der Umbau der City West.

Es ist eines der größten Hochhäuser Berlins und ein Symbol für den Aufschwung, den sich viele für die City West erhoffen: Nach 18-monatiger Bauzeit wurde am Freitag das Richtfest im Rohbau des „Zoofensters“ zwischen Breitscheidplatz und Bahnhof Zoo gefeiert. Ende 2011 soll darin ein Waldorf-Astoria-Luxushotel eröffnen – außerdem sind Apartments, Büros und Läden geplant. Knapp 119 Meter und 32 Etagen misst der Neubau. Die einzigen Hochhäuser, die mithalten können, sind der gleich hohe Steglitzer Kreisel, die Treptowers in Treptow (125 Meter) und das Park-Inn-Hotel am Alexanderplatz, das inklusive zweier Antennenmasten fast 150 Meter misst.

„Höhe ist nicht alles“, sagte Zoofenster- Architekt Christoph Mäckler. Das Projekt solle sich in die Gegend rund um den Kurfürstendamm einfügen und sie aufwerten. „Das Erdgeschoss gehört ganz der Stadt“, sagte Mäckler und meinte damit vor allem das geplante „Romanische Café“, dessen Name an den legendären Künstlertreff aus den 1920er Jahren erinnern wird.

Der Standort am Zoo sei „eine der besten Locations in Berlin“, sagte Patrice Brunet vom Investor Swan Operations aus Abu Dhabi. Man sei „stolz darauf, die Initialzündung für die Renaissance der City West zu geben“. Der designierte Generalmanager des Luxushotels, Friedrich Niemann, sagte eine Steigerung der Touristenzahlen durch sein Haus voraus: „Waldorf-Astoria bringt eigene Gäste mit.“ Bezirksbaustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) wies darauf hin, dass in der näheren Umgebung im Laufe der kommenden Jahre etwa eine Milliarde Euro verbaut würden. Das Zoofenster soll bis zu 230 Millionen Euro kosten – 50 Millionen mehr als ursprünglich geplant. Dazu trage maßgeblich der kleinere Anbau „Zoo-Triangel“ bei, der erst relativ spät in die Planung aufgenommen worden sei, erklärte Patrice Brunet.

Anfang 2011 will nebenan auch die Bayerische Hausbau GmbH ihr Projekt „Bikini Berlin“ starten: Das Kino Zoo-Palast, das „Bikini-Haus“ aus den 50er Jahren und weitere Bauten werden modernisiert. Im Winter will der Bezirk die Ausschreibung für eine Tiefgarage unter dem Hardenbergplatz starten. Weitere große Vorhaben in der City West sind der Umbau des Ku’damm-Karrees und des Baudenkmals Haus Cumberland. Selbst das Aussichtsrad am Zoo hat der Baustadtrat trotz der Finanzprobleme der dortigen Investoren noch nicht abgeschrieben: Bei ihm meldeten sich immer wieder neue Interessenten für das Riesenrad, sagte Gröhler. CD

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