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Claudia Sünder : Berlins Senat hat eine neue Sprecherin ernannt

Die Politikwissenschaftlerin Claudia Sünder wird neue Sprecherin des Berliner Senats und Leiterin des Presse und Informationsamtes. Bisher war sie bei der Degewo beschäftigt.

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Claudia Sünder war zuletzt Sprecherin der Degewo.
Claudia Sünder war zuletzt Sprecherin der Degewo.Fotos: degewo/Spiekermann-Klaas

Die Suche dauerte lange, und die Neue tritt ihr Amt in schwierigen Zeiten an. Doch nun ist es geschafft: Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat eine Sprecherin für den rot-rot-grünen Senat gefunden. Nachfolgerin von Daniela Augenstein, die unter unklaren, aber wohl unfriedlichen Umständen aus dem Amt schied, wird die Politikwissenschaftlerin Claudia Sünder. Die 47-Jährige werde ihr Amt zum Jahresbeginn 2017 übernehmen, teilte die Senatskanzlei am Donnerstag mit. Sie werde damit die gesamte Kommunikation aus dem Roten Rathaus verantworten.

Sünder arbeitete seit 2014 bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Degewo, zuletzt als Leiterin der Unternehmenskommunikation. Davor verantwortete sie in Baden-Württemberg unter anderem die Öffentlichkeitsarbeit des Kolping Bildungswerkes Württemberg. Geboren und aufgewachsen ist sie in Mecklenburg-Vorpommern. „Mit Claudia Sünder haben wir eine engagierte und politisch erfahrene Frau für die Arbeit in der Senatskanzlei gewinnen können“, erklärte Müller. Sünder trat 2013 für die SPD in Baden-Württemberg als Kandidatin zur Bundestagswahl an. Mit dem Slogan „Ge(h)Sünder wählen“ blieb sie im Wahlkreis Aalen / Heidenheim allerdings erfolglos: Ihr eher schlechter Platz auf der Landesliste genügte nicht für den Einzug ins Parlament.

Stellvertretende Senatspressesprecherin für die Linkspartei wird Kathi Seefeld

Einem Bericht der „Heidenheimer Zeitung“ zufolge sagte sie damals, sie halte soziale Medien wie Twitter oder Facebook „am Ende nicht für wahlentscheidend“. Womöglich wird sie in diesem Punkt umdenken müssen oder hat es bereits getan. Ihr neuer Chef Michael Müller nämlich sieht die „integrierte Kommunikation über die verschiedenen Kanäle der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin“ als Sünders Aufgabe. Andererseits: In Sachen Twitter und Facebook hat der Senat bisher wohl eher nicht als Vorreiter zu gelten.

Stellvertretende Senatspressesprecherin für die Linkspartei wird Kathi Seefeld (52). Die Journalistin war seit 2002 Sprecherin der Fraktion „Die Linke“ im Berliner Abgeordnetenhaus. Zuvor war sie unter anderem für die „Tageszeitung“ sowie den „Freitag“ tätig und betreute Projekte zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. degewo

Die Grünen nominierten Julian Mieth als Stellvertreter

Auch die Grünen durften einen Stellvertreter nominieren: Für sie wird Julian Mieth (34) ins Rote Rathaus entsandt. Er leitete zuletzt die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Davor arbeitete der studierte Kommunikationsdesigner und ausgebildete Journalist in Berlin unter anderem als Redakteur bei der Nachrichtenagentur dpa.

Sünder, die künftige Chef-Sprecherin, plädiert auf ihrer Kandidaten-Homepage für eine Politik, „die transparente Entscheidungen fällt“. Im neuen Amt wird sie reichlich Gelegenheit haben, selbst dazu beizutragen.

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