Club in Berlin-Friedrichshain : Neue Heimat muss vorerst doch nicht schließen

Baustadrat gewährt dem Streetfood-Markt in Friedrichshain eine Gnadenfrist. Bis zum 7. November müssen die Betreiber die Brandschutzmängel beheben.

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Das RAW-Gelände in Friedrichshain: Wegen mangelhaften Brandschutz steht der Club "Neue Heimat" vor dem Aus.
Das RAW-Gelände in Friedrichshain: Wegen mangelhaften Brandschutz steht der Club "Neue Heimat" vor dem Aus.Foto: Paul Zinken/ dpa

Die Betreiber des Streetfood-Marktes Neue Heimat auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain können vorerst weitermachen. Nach einer Sitzung mit dem Eigentümer des Geländes und der Bauaufsicht entschied der Baustadrat des Bezirks, Hans Panhoff (Grüne), den Betrieb bis zum 7. November unter strengen Auflagen zu dulden. Es müssten sofort Bauarbeiten beginnen, um den fehlenden Brandschutz zu gewährleisten. In einem Prüfgutachten wird vor allem die fehlende Verschalung der Holzträger bemängelt. Die Flächen außerhalb der Halle 13 und benachbarte Gebäude dürften nicht mehr für Veranstaltungen genutzt werden. Sollten die Betreiber dagegen verstoßen, „erlischt sofort die Duldung“, erklärte Panhoff.

Streetfood: Berlin Village Market
Good Fun! Zum ersten Mal! Streetfood-Village auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain.Weitere Bilder anzeigen
1 von 17Foto: Kai-Uwe Heinrich
03.08.2014 16:18Good Fun! Zum ersten Mal! Streetfood-Village auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain.


Wie es nach dem 7. November weitergehen soll, wollen die Betreiber der Neuen Heimat in einem Gespräch mit Panhoff ausloten. Der beliebte Streetfood-Markt zieht jeden Sonntag Touristen und Besucher aus der ganzen Stadt auf das Gelände an der Revaler Straße unweit der Warschauer Brücke. Neben dem Markt für Kulinarisches werden auch Konzerte, kleine Festivals und Flohmärkte veranstaltet. Am Montag war bekannt geworden, dass es seit längerer Zeit erhebliche Brandschutzprobleme gibt. Zudem wurden laut Bezirk Hallen genutzt, für die keine Genehmigungen vorliegen. Die Betreiber hatten angeblich mehrfach gegen Auflagen verstoßen. Deshalb wollte die Bauaufsicht das Gelände jetzt schließen.
Der SPD-Abgeordnete Sven Heitmann hatte sich für die Betreiber eingesetzt und begrüßte die verlängerte Duldung. „Ich bin dafür, dass Probleme abgearbeitet werden und es in Zukunft nicht zu abrupten Schließungen von Zwischenlösungen kommt.“

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