Club-Ranking : Berghain bleibt Top-Adresse

Berghain oder Watergate? Weekend oder Wilde Renate? Was ist denn nun der beste Club? Techno-Fans haben wieder die hundert besten Adressen zum Feiern gewählt. Drei Berliner Clubs sind auch dabei.

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Legendäres Berghain: Der Club in Friedrichshain rangiert in der Top-100-Liste des britischen Fachmagazins „DJmag“ in diesem Jahr nur noch auf Platz 13 (Vorjahr Platz 6). Im Jahr 2009 hatte es das Berghain sogar auf Platz 1 geschafft.Weitere Bilder anzeigen
Foto: Mike Wolff
26.04.2011 17:46Legendäres Berghain: Der Club in Friedrichshain rangiert in der Top-100-Liste des britischen Fachmagazins „DJmag“ in diesem Jahr...

Das Berghain zählt weiter zu den besten Clubs der Welt. Das ergab eine Umfrage der britischen Musikzeitschrift „DJ Mag“. Der Technoclub am Wriezener Bahnhof in Friedrichshain landete auf Rang sechs – und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze. 2009 hatte das Berghain sogar die internationale Konkurrenz abgehängt und die Spitze des Rankings angeführt. In diesem Jahr belegte das Space auf Ibiza den ersten Platz.

Seit Jahren steht Berlin hoch in der Gunst der „DJ Mag“-Leser, die über die 100 besten Clubs der Welt abstimmen. Auch diesmal haben es das Watergate an der Oberbaumbrücke und der Tresor an der Köpenicker Straße in Mitte auf die Liste geschafft: Sie stehen an 35. und 59. Stelle. Das Berghain gibt sich angesichts der guten Platzierung gewohnt wortkarg: Michael Teufele und Norbert Thormann, die beiden Betreiber, lehnen Interviewanfragen strikt ab. Dabei hätte man gerne mal mit ihnen gesprochen, zum Beispiel über ihr neuestes Projekt namens Kubus. Der Veranstaltungssaal entsteht derzeit in einem bislang ungenutzten Teil des Gebäudes. Für den Ausbau des Raumes, der Platz für bis zu 2500 Gäste bieten soll, wollte der Senat Ende vorigen Jahres 1,25 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung beisteuern. Doch ein unbekannter Konkurrent aus der Veranstaltungsszene drohte, wegen Wettbewerbsverzerrung vor Gericht zu gehen. Der Senat wollte die Beschwerde daraufhin von der EU-Kommission prüfen lassen. Ein Verfahren, was vermutlich Monate gedauert hätte. Teufele und Thormann haben auf die Subventionen verzichtet. Den Ausbau finanzieren sie nun privat. Wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden, wollen sie nicht verraten. „Dazu sagen wir nichts“, lässt ein Sprecher des Berghains ausrichten.

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