Berlin : Cruise dreht erneut im Bendlerblock Gedenkstätte übers Wochenende gesperrt

Der Sandhügel, vor dem Stauffenberg und seine Mitverschwörer ihr Blut verströmen sollen, ist wieder aufgeschüttet, Kabel werden verlegt, störende Details aus der Gegenwart optisch kaschiert – daran ist man auf dem Hof des Bendlerblocks mittlerweile gewöhnt. Bis heute, 18 Uhr, ist die Gedenkstätte Deutscher Widerstand noch dem Publikum frei zugänglich, danach wird sie übers Wochenende geschlossen, ist zum zweiten Mal Drehort für die finale Szene in der Hollywood-Verfilmung des Attentats vom 20. Juli 1944, mit Tom Cruise als Stauffenberg. Wie berichtet, hatte es nach den Dreharbeiten vor drei Wochen technische Probleme gegeben: Durch Fehler bei der Entwicklung des belichteten Materials waren die Szenen unbrauchbar geworden. Die Drehgenehmigung war erst nach langem Hin und Her gewährt worden: Die Einwände bezogen sich zunächst auf Cruises Scientology-Mitgliedschaft und dann auf das Problem, dass die Würde des Gedenkortes durch Filmaufnahmen verletzt wird.

Trotz der technischen Probleme wurden erste Bilder von „Valkyrie“, so der Titel der Produktion, in dieser Woche auf einer TV-Messe in Cannes gezeigt – ein Zusammenschnitt aus Set-Aufnahmen und Filmszenen von Drehorten in Berlin, wie der Brancheninformationsdienst „blickpunkt-film“ berichtet. Die Präsentation im voll besetzten Grand Auditorium im Palais des Festivals sei mit großer Aufmerksamkeit registriert worden.

Während sich die Dreharbeiten für Tom Cruise in Berlin langsam ihrem Ende entgegenneigen, haben die für Nicole Kidman in „Der Vorleser“ gerade begonnen, wie der Verleih Senator, der die deutschen Auswertungsrechte erworben hat, gestern mitteilte. In der Verfilmung des Erfolgsromans von Bernhard Schlink spielt Kidman an der Seite von Ralph Fiennes und David Kross. ac

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