Dahlem : Wer am Grunewaldsee parken will, muss bald zahlen

Am Grunewaldsee sind Parkplätze bei schönem Wetter rar. Ein neuer Parkplatz am Forsthaus Paulsborn in Dahlem soll bald Entlastung bringen. Doch nicht alle Besucher freuen sich darüber.

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Berlin - Spaziergänger, Reiter und Badegäste stellen ihre Fahrzeuge wegen der angespannten Parkplatzsituation verbotenerweise auch am Hüttenweg ab. Ein neuer Parkplatz am Forsthaus Paulsborn in Dahlem soll bald Entlastung bringen. Doch das Bauprojekt der Stiftung Schlösser und Gärten, zu der auch das nahe gelegene Jagdschloss Grunewald gehört, erzürnt manchen Besucher.

Bis August wird der alte Waldparkplatz umgebaut. Mit 150 Plätzen wird er fast doppelt so groß sein, doch auf dem neuen Pflaster stehen dann auch Ticketautomaten. Autofahrer können kaum auf die wenigen anderen kostenlosen Parkplätze ausweichen, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die beliebte Gegend nur umständlich zu erreichen. Wie hoch die Gebühren auf dem neuen Parkplatz am Forsthaus sein werden, konnte der Sprecher der Stiftung Schlösser und Gärten, Ulrich Henze, nicht sagen.

Für den Ausbau des Parkplatzes und eines bislang unbefestigten Weges zum Jagdschloss gibt die Stiftung 1,5 Millionen Euro aus. Die Investition zählt zum Masterplan, mit dem aus Mitteln des Bundes und der Länder Berlin und Brandenburg 23 Denkmäler und Gärten saniert werden.

Bei schlechtem Wetter, so Sprecher Henze, konnte man bislang das Schloss „nur in Gummistiefeln“ trockenen Fußes erreichen. Die Erneuerung von Zuwegung und Parkplatz seien als Service für die Besucher zu verstehen. Wer das Schloss besichtigen will oder als Kunde des Reiterhofs nebenan parkt, darf laut Henze mit günstigeren Gebühren rechnen. Die Einnahmen aus der Bewirtschaftung des Platzes sollen in die Instandhaltung der Stiftungsgebäude fließen.

Die Umgebung des Grunewaldsees gilt als Europas größtes Hundeauslaufgebiet. Regelmäßig entstehen Konflikte mit Badegästen und Wanderern, die sich an den Uferwegen von den frei laufenden Hunden belästigt fühlen. Am Westufer gibt es mit dem Bullenwinkel einen offiziellen Nacktbadestrand. Der südliche Teil des Sees ist ein Naturschutzgebiet und zum Teil durch Zäune abgesperrt.

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