Berlin : Damit kann man nie früh genug anfangen (11)

Esther Kogelboom

Weihnachten ist auch das Fest der Krankheiten. Wenn der Stress nachlässt und man zu entspannen beginnt, haben Infekte und andere Wehwehchen freie Bahn. Das ist wissenschaftlich erwiesen, und deshalb sollten Sie sich heute die Zeit nehmen für Ihre Hausapotheke. Weil es sehr unangenehm ist, einen Notdienst zu suchen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Und weil Sie schließlich den anderen nicht den Spaß verderben wollen, wenn Migräne Sie am Heiligen Abend außer Gefecht setzt. Doch nicht nur starke Schmerzmittel und Valium sollten Sie sich rechtzeitig verschreiben lassen - auch Pflaster und Verbandszeug müssen reichlich parat sein. Für den Fall, dass Sie Möbel zum Selbstmontage verschenken. Oder, falls Großvater sich mal wieder an Kevins "Der kleine Chemiker"-Set vergreift. Auch an Mittelchen gegen Magenbeschwerden sollten Sie denken - zu viele Marzipankartoffeln und zuviel Braten können schnell zu Sodbrennen führen. Ganz wichtig: wirksame Medikamente, die die Folgen von unvernünftigem Alkoholgenuss kurieren. Achten Sie darauf, dass Sie genug saure Gurken im Haus haben. Spielen Sie am besten heute noch alle möglichen Horror-Szenarien durch. Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten und schließen Sie die Medikamente weg, so dass Kinder und Haustiere nicht drankommen. Beugen Sie jetzt grippalen Infekten vor (Bewegung an der frischen Luft, Sauna, Apfelsinen auspressen). Lernen Sie eine Entspannungstechnik. Verschenken Sie Bücher statt Boxhandschuhen. Dann werde Sie die Feiertage schmerzfrei überstehen.

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