Dampfer mit Raketentechnik : Licht-Show „Aquarella“ auf der Spree

Die Show „Aquarella“ schippert an zwei Wochenenden im August erneut über die Spree: mit sieben Dampfern, drei Feuerwerken, Illuminationen und Lasershows. Nachmittags gibt es ein Programm für Kinder.

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Bunte Schiffe auf dem glitzernden Wasser, bunte Scheinwerfer, die in den nächtlichen Himmel strahlen, hinten sieht man den Fernsehturm.
Schöner Schein: Die Lichtshow lässt sich auch vom Ufer aus beobachten.Foto: promo

Die MS Rixdorf legt gleich neben der East Side Gallery ab, die Sonne knallt vom blauen Himmel, eine leichte Brise weht über die Spree. Es geht Richtung Oberbaumbrücke, über die, als wäre sie bestellt, gerade die gelbe U1 rollt, dahinter tanzen die Molecule Men. Wem selbst dieser Blick nicht spektakulär genug ist, der kann an vier Abenden im August einen von sieben Dampfern der Reederei Riedel besteigen: Am 8., 9., 30. und 31. wird das Spreeufer zum dritten Mal zur Kulisse für die Licht- und Lasershow „Aquarella“. Drei Feuerwerke werde es geben, ein Ballett an Bord, „und auch die Dampfer selbst werden unterschiedlich illuminiert sein“, sagt der Geschäftsführer der Reederei, Lutz Freise. Zusammen mit Christian Wagner von der City Stiftung Berlin als Veranstalterin von „Aquarella“ und dem für die Illuminationen verantwortlichen Lichtdesigner Andreas Boehlke erklärte er am Dienstagmittag an Bord der MS Rixdorf das Programm.

Außerdem dabei: Theo Tintenklecks – lebensgroß, aber aus blauem Kunststoff; selbst erklärter Freund der Zwei- bis Zwölfjährigen, seine Schöpferin Sylvia Hahnisch und Siegfried Helias vom Verein „Kinder in Gefahr e.V.“. „Wir wollen auch diejenigen mit an Bord nehmen, denen so etwas sonst nicht möglich ist“, sagt der Vereinsvorsitzende Helias. Benachteiligten Familien werden Freikarten zur Verfügung gestellt, und für sehbehinderte Kinder gibt es mit Theo Tintenklecks ein Spezialprogramm, bei dem die Kinder Instrumente basteln und während einer nachmittäglichen Spreefahrt ihre eigene Wassermusik spielen können.

Die MS Rixdorf indes dreht auf Höhe des Badeschiffs um. Es geht wieder zurück durch die Oberbaumbrücke, in der Ferne ist der Turm des Roten Rathauses zu sehen, daneben ragen spitz ein Baukran und der Fernsehturm in den Himmel, an dem sich Wolken auftürmen. Und was passiert bei Regen? „Die Fahrten finden trotzdem statt, wir werden nur so viele Tickets pro Schiff verkaufen, wie es Plätze unter Deck gibt“, sagt Freise. Feuerwerk und Lasershow seien zum Glück wetterunabhängig.

Die Schiffe starten an den Anlegestellen an der Hansabrücke, am Haus der Kulturen der Welt und an der Moltkebrücke am Hauptbahnhof. Dabei geht es nicht nur ostwärts in Richtung Mediaspree, East Side Gallery und Oberbaumbrücke, sondern auch mitten durch die City, vorbei an Nikolaiviertel, Berliner Dom und Museumsinsel bis zum Kanzleramt und Schloss Bellevue. Die Feuerwerke werden an der Mühlendammschleuse, an der Elsenbrücke und an der Insel Bullenbruch in Oberschöneweide gezündet. Ein Trost für alle, die keine Karten mehr bekommen sollten: Die Knallerei dürfte auch vom Ufer aus gut zu sehen sein.

8., 9., 30. und 31.8. um 19:30 Uhr, Tickets unter 67 96 14 70. Preise: Erwachsene 39,50 €, Kinder (6-14 Jahre) 19,75 €. Mehr Infos unter www.aquarella-berlin.de.

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