Berlin : Danke sagen

Lothar Heinke

erinnert an eine ganz andere Bedeutung des heutigen Tages Das Fax-Gerät quillt über: Ende und Neubeginn. Leben nach dem Überleben. Zeitzeugen im Gespräch. Tag der Befreiung. Und dann, plötzlich, ringelt sich ein Bild vom S-Bahnhof Mexikoplatz aus dem Gerät, weil dort heute 50 Künstler ausstellen und schöne kleine Geschenke verkaufen, und wofür? In all dem Schlachtenlärm wäre beinahe untergegangen, dass an diesem Sonntag, dem 8. Mai, das Wort Muttertag im Kalender steht. Also – ein Dank an die allein- und gemeinsam mit den Vätern erziehenden Damen, in welcher Form auch immer. Blumen kaufen, Küsse reichen, Spargel schälen, Frühstück machen. Mutterns Hände so entlasten, dass sie es auch spüren. Oder einfach mal wieder „Muttersprache, Mutterlaut, wie so wonnesam und traut“ bemühen, und sei es nur für einen Tag im Schillerjahr. Auch die Mütter haben Mütter. Ihnen danken wir, dass diese Stadt aus der Asche wieder auferstanden ist. Weg mit den Trümmern. Energie. Lebensmut. Kraft: So sind wir nun doch wieder beim 8. Mai 45.

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