Berlin : Dankeschön fürs MoMa

Ein Fest in der Philharmonie und viel Lob vom US-Botschafter für die Schau

Elisabeth Binder

Vor zehn Tagen kam die erlösende Nachricht aus New York: Alle MoMa-Kunstwerke sind in ihrem Zuhause heil angekommen. So hatte die Last der Verantwortung noch ein bisschen Zeit, von Peter Raues Seele herunterzurollen, bevor es ein großes Dankeschön-Fest mit vielen lobenden Worten für den Vorsitzenden des Vereins der Nationalgalerie gab. Walter Momper, der Präsident des Abgeordnetenhauses und der Intendant des DeutschlandRadios, Ernst Elitz, hatten in die Philharmonie geladen unter dem Motto „Berlin und Deutschlandfunk sagen „Danke MoMa“.

Bevor das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Bartók und Tschaikowsky spielte, wurden die Gäste im Südfoyer Zeugen einer ganz besonderen Premiere. Zum ersten Mal hielt US-Botschafter Dan Coats eine ganze Rede auf Deutsch. Im Namen der US-Regierung dankte er „allen, die diese Ausstellung ermöglicht haben“ und nannte sie „ein großartiges Beispiel transatlantischer Kooperation“. Walter Momper nannte das MoMa einen „Leuchtturm“, der für die enge Freundschaft zwischen den USA und Berlin steht. Peter Raue zeigte sich dankbar, „dass die Amerikaner das Vertrauen in diese Stadt und die Nationalgalerie“ gesetzt hatten. Er erwähnte seine 40 Jahre währende Freundschaft mit Ernst Elitz, der mit dem Konzert die Kultur der Dankbarkeit fördern wollte. Der Chef der bayerischen Landesvertretung, Friedrich Wilhelm Rothenpieler, plant ebenfalls ein Dankeschön. Nach der Erleichterung darüber, dass alles gut gegangen ist, wird sich Peter Raue nun wohl auf die Mühsal der Ehrungen einstellen müssen.

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