Berlin : Dann eben ohne

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VON TAG ZU TAG

Matthias Oloew wundert sich über

Kleingedrucktes bei den Bäderpreisen

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. An diesen ebenso simplen wie wahren Satz fühlten sich die Stammkunden des Kreuzberger Prinzenbades erinnert, als ihnen die Bäderbetriebe erstmals wieder das Angebot einer Saisonkarte machten. 220 Euro sind zwar eine Menge Geld, wer aber fast täglich kommt, kann unter Umständen ein kleines Schnäppchen machen.

Da hatten sich die Stammgäste jedoch zu früh gefreut. Denn am Sonnabend lasen sie das Kleingedruckte zu den Bedingungen der Saisonkarte. Fünf Stunden pro Tag gilt sie nur, also nicht für den vollen Badetag, und vor allem nur für einen Eintritt. Wer im Hochsommer vor der Arbeit schwimmen will und abends, nach einem heißen Tag im Büro, nochmals ins Wasser will, muss wieder extra zahlen.

Lohnt sich das? Lohnt sich nicht, befanden viele, kauften stattdessen Standardkarten und freuten sich auch so, dass ihr Bad wieder offen ist. Bei weiteren Geschenk-Offerten sind sie künftig aber noch skeptischer.

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