Berlin : Das habe ich mir schon immer gewünscht: Allerletzter Damen-Duft

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Seiner Herzallerliebsten ein Parfum zu schenken, ist zu Recht als einfallslose Last-Minute-Idee, als Geruch gewordenes schlechtes Gewissen verpönt. Wer jemals Anzugträger und Trolley-Zieher an internationalen Flughäfen in der Duty-Free-Parfümerie beobachtet hat, weiß, worum es geht. "Come in and find out" ist ja auch so schön einfach - wenn nach der dritten Probierwolke die Nase verklebt ist, greift man zum nächstbesten Wässerchen. Wenn schon Duft, dann sollte es ein ganz individueller sein, ein Parfum, das man nicht an jeder Ampelkreuzung riechen kann. Zum Beispiel: "Nanadebary", die Kreation einer Wiener Modeschöpferin. Umschlossen von einem rosa Flacon und ausgestattet mit einem echten Stoff-Zerstäuber zum Aufschrauben, kommt der angenehm rauchige Duft ziemlich luxuriös daher. Hinter die Ohren träufeln und wirken lassen. Dann hinter die Ohren schreiben: Nächstes Jahr lasse ich mir was Originelleres einfallen.

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