Berlin : Das Hotel Berlin ist gerettet

Der Insolvenzverwalter erwartet für 2004 schwarze Zahlen. Kaufinteressenten gibt es offenbar auch

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Gute Nachrichten aus dem Hotel Berlin und drei weiteren Hotels der zahlungsunfähigen BlueBand-Gruppe: Der vorläufige Insolvenzverwalter Peter Leonhardt sieht den Betrieb der Häuser, zu denen außerdem Plaza, Mark und Mark Apart gehören, als uneingeschränkt gesichert an.

In allen laufe das Geschäft derzeit gut und es sei gelungen, sämtliche Arbeitsplätze zu erhalten; durch die Abwicklung der bisher zentralisierten Verwaltung habe man sogar 15 neue Mitarbeiter eingestellt. Banken, andere Gläubiger und Lieferanten seien mit dem Konzept einverstanden. Ausnahme: Für das ebenfalls zu Blue Band gehörende City Park Hotel in Frankfurt(Oder), dessen Grundstück einer anderen Eigentümerin gehört, wird gegenwärtig noch an einer Lösung gearbeitet. Leonhardt will zum 1.Januar das Insolvenzverfahren eröffnen, den Hotelbetrieb im kommenden Jahr weiter führen und nach Käufern suchen. Es hätten sich bereits viele Interessenten gemeldet, sagte er. Als Hauptgrund für die Insolvenz nannte er überhöhte Kosten. Zu viel Geld sei an die Blue- Band-Holding geflossen, die damit Löcher aus Immobiliengeschäften gestopft habe. Die zugrunde liegenden Verträge seien nun gekündigt und er rechne damit, dass die Hotels im kommenden Jahr schwarze Zahlen schreiben. Leonhardt betonte, dass alle Löhne und alle Lieferantenrechnungen bezahlt würden und keine der in den Hotels geplanten Weihnachts- und Silvesterfeiern in Gefahr sei.

Die vier Hotels planen für das kommende Jahr mit insgesamt 321 Mitarbeitern einen Umsatz von 29 Millionen Euro. bm

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