Berlin : Das Israelische Generalkonsulat: Vor zwei Jahren ein Ort des Terrors

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Zwei Jahre ist es an diesem Wochenende her, dass vor diesem Haus in der Schinkelstraße in Grunewald ein Blutbad stattfand. Hier befand sich damals das israelische Generalkonsulat. Am 17. Februar 1999 war es Ziel einer Protestveranstaltung aufgeheizter Anhänger des militanten Kurdenführers Abdulah Öcalan und seiner PKK. Beim Versuch der Demonstranten, in das Generalkonsulat vorzudringen, erschossen israelische Sicherheitsbeamte drei kurdische Männer und eine Frau. Fünfzehn Menschen wurden verletzt, einige davon schwer. Ein Untersuchungsausschuss kam später zu dem Ergebnis, dass die Wachleute ohne Vorwarnung geschossen hatten. Sie befürchteten, dass das Konsulat gestürmt wird. Mit der geplanten Besetzung des Konsulats wollten die PKK-Anhänger gegen die Beteiligung des israelischen Geheimdienstes Mossad bei der kurz zuvor erfolgten Festnahme von Öcalan in Nairobi demonstrieren. Nach Angaben der Berliner Polizisten, die das Gebäude zu sichern versucht hatten, waren sie von einem Trupp mit Latten bewaffneter Demonstranten regelrecht überrannt worden. Dabei seien 27 Beamte zum Teil schwer verletzt worden.

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