Berlin : Das ist der Gipfel

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Steinig ist der Weg nach oben, heißt es. Und das Klima wird kälter, je weiter man kommt. In Neukölln kann dagegen ab heute innerhalb weniger Minuten der ganz nach oben kommen, der rund 28 Mark und ein wenig Schweiß investiert. Freeclimbing nennt sich das sportliche Vergnügen, das neuerdings die Firma T-Hall in einer alten Industriehalle an der Thiemannstraße bietet. Dort hat der 32-jährige Udo Sprenger mit zwei Freunden die erste öffentliche Kletterhalle der Stadt von über zehn Metern Höhe mit 1000 Quadratmetern Kletterwand und echten Schwierigkeitsgraden aufgebaut. Heute ist Eröffnung. Freeclimbing heißt nicht, dass man an senkrechten Wänden hochklettern muss, und dass gleich tief fällt, wer einen Fehltritt tut oder mal daneben greift. Senkrecht sind die Wände zwar auch in der neuen Neuköllner Kletterhalle - mitunter sogar überhängend. Doch unten steht immer einer, der das Seil sichert. Wer den einen oder anderen bunten Plastikgriff im Kunstfelsen verpasst, bleibt im Notfall hängen. Die meist sehnigen Menschen, die uns die Magazin- und Werbewelt auf bunten Fotos an überhängenden Felsen fliegengleich über kilometertiefen Abgründen klebend zeigt, das sind so genannte Solo-Kletterer, wie Udo Sprenger erklärt. Sie haben kein Sicherungsseil dabei. Wer also heute ab 12 Uhr mal den wirklich herausfordernden Kunstharzfelsen in der Thiemannstraße testen will, der sollte besser mit einem Mitkletterer seines Vertrauens für die Seilsicherung kommen. "Wir sind aber gerne auch dazu bereit oder sorgen dafür, dass sich Teams finden", verspricht Sprenger. Zur Eröffnung wird einiges geboten: Kletternde Herthaner etwa sollen zeigen, dass ihre Füße nicht nur rundes Leder treffen. Und echte Profis in der Wand werden vorführen, wie es aussieht, wenn einer wirklich klettern kann. Wer am Wochenende gerade nicht nach oben will, der kann den 11 Meter langen Tresen der Snackbar testen. T-Hall, Neukölln, Thiemannstraße 1, Tor 4.

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