• "Das ist eine Gratwanderung" - Berliner-Wasser-Personalvorstand Christa Hecht über ihren neuen Job

Berlin : "Das ist eine Gratwanderung" - Berliner-Wasser-Personalvorstand Christa Hecht über ihren neuen Job

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Christa Hecht ist seit Anfang Oktober das für Personal zuständige Vorstandsmitglied der Berliner Wasser-Betriebe (BWB). Sie war zuvor stellvertretende ÖTV-Vorsitzende in Hessen. Mit ihr sprach Jobst-Hinrich Wiskow.

Frau Hecht, wie kam es, dass Sie zu den Berliner Wasserbetrieben gewechselt sind?

Das war Zufall. Aber ich habe mich informiert und finde die Aufgabe sehr interessant und spannend. Vorher kannte ich das Unternehmen gar nicht. Aber ich wurde gefragt, ob ich Interesse hätte.

Wer hat Sie denn gefragt?

Die Berliner ÖTV.

Die ÖTV hat ein Abonnement auf den Posten des Personalvorstands und hat die Personalie unter sich auskungelt?

Ja.

Was qualifiziert Sie gegenüber anderen Bewerbern?

Das müssen Sie die fragen, die mich ausgewählt haben. Das kann ich nicht sagen.

Jetzt sind Sie im Vorstand, müssen aber zugleich die Interessen der Gewerkschaft vertreten. Ist das nicht schwierig?

Das ist eine Gratwanderung. Ich bin aber im Vorstand wegen der Arbeitnehmer-Mitbestimmung. Daher habe ich die Verpflichtung, eng mit den Beschäftigten zusammenzuarbeiten. Doch ich muss mich nicht verbiegen. Trotzdem heißt das keinesfalls, dass ich nicht im Interesse des Unternehmens handeln will.

Mancher Gewerkschafter gerät in diesem Spannungsfeld an Grenzen - vielleicht auch Ihr Vorgänger Horst Brum, auf den die ÖTV nicht mehr gut zu sprechen ist. Oder der frühere Bewag-Personalvorstand Kurt Lange, vormals ÖTV-Chef in Berlin.

Er musste just an dem Tag gehen, an dem ich in Berlin begonnen habe. Da habe ich kurze Zeit schon überlegt, ob ich wirklich wechseln sollte.

Was tun Sie, damit es bei Ihnen nicht so weit kommt wie bei Ihren ÖTV-Kollegen?

Dafür gibt es keine Garantie. Aber ich will mich 100-prozentig dafür einsetzen, dass es besser klappt.

Wie lange läuft Ihr Vertrag?

Erstmal für ein Jahr, und dann soll er um vier Jahre verlängert werden.

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