Berlin : Das klingt gut unterm Funkturm

Auf dem Messegelände wird im März der Echo-Musikpreis verliehen. Eine Trophäe könnte posthum an Amy Winehouse gehen.

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Natürlich werde es auch diesmal „der beste und modernste Echo aller Zeiten“. Dessen war sich Echo-Gründer und -Produzent Gerd Gebhardt am gestrigen Mittwoch auf der Pressekonferenz im ICC zur 21. Echo-Gala sicher. Neben den Organisatoren waren auch die diesjährige Moderatorin Barbara Schöneberger, der nominierte Tim Bendzko sowie Silbermond anwesend. Die Gruppe um Sängerin Stefanie Kloß tritt am 22. März neben Lana Del Rey („Video Games“) sowie Gotye und Kimbra („Somebody That I Used To Know“) als Live-Künstler auf und stellt ihren neuen Song „Himmel auf“ vor. Einige Nominierte für die von der ARD live übertragende Verleihung wurden bereits bekannt gegeben, auch wenn die den Nominierungen zugrunde liegende Zählung der verkauften Tonträger noch nicht abgeschlossen ist. Chris de Burgh und Lenny Kravitz sind als internationale und Herbert Grönemeyer und Peter Maffay als nationale Künstler dabei. Bei den Sängerinnen konkurrieren unter anderem Adele und Lady Gaga sowie Lena und Annett Louisan um die Preise. Die im Juli verstorbene Amy Winehouse wurde posthum nominiert. Bei den Gruppen können sich The Boss Hoss, Rosenstolz, die Kastelruther Spatzen und die Söhne Mannheims Chancen ausrechnen sowie in der internationalen Kategorie Coldplay und Roxette. Welche Künstler zur Verleihung des größten deutschen Musikpreises anreisen werden, steht noch nicht fest. Sicher ist allerdings, dass die Verleihung auch im Folgejahr in Berlin stattfinden wird. Gebhardt: „Wir kooperieren auch in den kommenden drei Jahren mit der Messe.“

Um wieder den „modernsten Echo“ zu bieten, wollen sich die Verantwortlichen Einiges einfallen lassen: Es gibt keine klassische Moderation mehr – vielmehr sollen Ina Müller und Barbara Schöneberger als „Gastgeberinnen“ fungieren. Als neue Musikarena wird eine noch etwas größere Messehalle als 2011 genutzt, in der mehr als 3000 Zuschauer, die Bühne sowie 1500 Quadratmeter Dekoration Platz finden sollen. Außerdem wird der Echo nun in 27 Kategorien verliehen, die zwei neuen heißen „Club Dance“ und „Crossover“, zu der Bands wie Die Priester und Adoro gehören. Auch einen Radio-Echo gibt es wieder, ab dem 15. Februar werden die Nominierten bekannt gegeben, ab 20. Februar können die Hörer über den Gewinner abstimmen.

Neu ist auch der 40 Meter lange rote Teppich, der erstmals im Messegebäude und nicht außerhalb verlegt wird. Matthias Alberti, Geschäftsführer der ausführenden Produktionsfirma Werner Kimmig, verspricht: „Die Fans werden draußen an einem kleineren Roten Teppich genug Gelegenheit haben, ihre Stars zu sehen.“

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