Berlin : DAS NEUE BVG-KONZEPT: LESER-REAKTIONEN

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Wir wohnen in Friedenau in der Nähe vom FriedrichWilhelm-Platz. Früher fuhr dort der 174er Bus zur Nathanael-Kirche am Grazer Platz und zum Auguste-Viktoria-Klinikum. Die Bus-Linie wurde durch einen neuen M-Bus ersetzt, der nur noch alle 20 Minuten fährt und abends, sonntags und feiertags gar nicht. In Friedenau werden Alte, Kranke, Gehbehinderte, Menschen mit kranken Familienangehörigen und Kirchgänger von der BVG diskriminiert. Inga Thun, Friedenau

Wenn ich am Fehrbelliner Platz mit meinem behinderten Kind in den 104 umsteigen will, muss ich 20 Minuten warten, was zur Folge hat, dass ich vier Stationen laufe, weil ich zu Fuß schneller bin. Hanni Mudrick, Wilmersdorf

Die Umsteigeverbindung am Wochenende vom S-Bahnhof Zehlendorf auf den 285er sieht teilweise Wartezeiten von 17 Minuten vor! Offizielle Begründung der BVG dafür ist, dass durch den 285er angeblich die Umsteigeverbindung am Rathaus Steglitz gehalten werden soll. Schade nur, dass am Wochenende diese Buslinie gar nicht bis zum Rathaus Steglitz durchfährt! Norman und Heidi Jahn-Harmsen, Wilmersdorf

Das neue Konzept der BVG hat zumindest im Bereich Mariendorf/Marienfelde absolute Verbesserung gebracht. Mein „Haus“-Bus 282 hat jetzt überall bessere Anschlüsse und fährt abends länger im 10-Minuten-Takt. Ich kann nicht jammern! Helmut Wudke, o. A.

Die neuen Linienführungen des 172er und 179er Bus verkehren so unregelmäßig, dass Fahrgäste an der Haltestelle Gerlinger Straße/Drusenheimer Weg bis zu 40 Minuten auf den 172er Bus warten müssen. Der Bus 172 wurde privatisiert. Der Busfahrer sagte: „Die Durchgangsfahrzeiten sind für den Fahrer viel zu knapp bemessen. So wird auch ohne Weihnachtsverkehr kein reibungsloser Busverkehr stattfinden können.“ André Grieszat, Buckow

Ich wohne in Staaken, wo sonst der 131, 331 direkt nach Spandau fuhr. Meine Frau ist schwerbehindert und kommt eigentlich überhaupt nicht mehr weg. Vielleicht gibt es eine Lösung, den 131 oder 331 wieder einzuführen. H. Blankenburg, Staaken

Die Buslinie 185 fuhr ganz in der Nähe ab, durch die Schloßstraße zur Tauentzienstraße. Seit dem 13.12.04 fällt diese jahrelange Gewohnheit aus. Am Wochenende wollte die Familie dann zum Weihnachtsmarkt mit der S-Bahn. Am Bahnhof angekommen, heißt es viermal umsteigen wegen Pendelverkehrs von Lichterfelde aus zur Friedrichstraße. Dies war uns dann doch zu mühsam und wir kehrten um. Familie Rothe, Steglitz

Dass der 148er nicht mehr die Philharmonie anfährt, empfinde ich als Unverschämtheit. Die Philharmonie-Besucher müssen nun einen besonders für Behinderte mühsamen längeren Fußmarsch in Kauf nehmen. Dr. Werner Lange, Steglitz

Für die Anwohner rings um die Arnulfstraße haben sich die Verbindungen erheblich verschlechtert. Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten sind für die Anwohner durch die Änderung der Buslinie 170 jetzt nur noch mit Umsteigen am Attilaplatz zu erreichen. Auch die Verbindung zur Schloßstraße hat sich erheblich verschlechtert. Fuhr der 170er früher samstags alle 10 Minuten nach Steglitz, fährt er jetzt alle 20 Minuten. Ronald Schröder, Tempelhof

Unser Auto ist in der Werkstatt. Deshalb müssen wir unseren Sohn leider mit der BVG zur Tagesmutter bringen. Das dauert 5 Minuten mit dem Auto, mit BVG 30 Min. inkl. lästigem Umsteigen und unfreundlichen Busfahrern. Frank Richard, Charlottenburg

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