Das neue Schuljahr : Weniger Schüler – mehr Lehrer

Das neue Schuljahr beginnt und einige Dinge ändern sich. Etwa die Zahl der Schüler und Lehrer. Auch die Gerichte müssen sich in diesem Jahr mit vielen Klagen aus dem Schulbereich beschäftigen.

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SCHÜLER

Berlin hat knapp 400.000 Schüler, davon rund 77.000 im berufsbildenden Bereich. An den allgemeinbildenden Schulen werden rund zehn Prozent von freien Trägern unterrichtet, was etwa 30.000 Schülern entspricht. Ihre Zahl steigt permanent an, während die Gesamtschülerzahl leicht sinkt. Unter den Schülern sind 27 800 Erstklässler, für die am 11. August die Einschulungsfeiern stattfinden. Im Vorjahr gab es etwa 800 Erstklässler weniger.

PERSONAL

Trotz der sinkenden Schülerzahlen steigt die Zahl der Lehrerstellen – zuletzt um etwa 50 auf 26 000. Als Ausgleich für Pensionierungen und für den besonderen Bedarf in bestimmten Fächern wurden zum neuen Schuljahr etwa 1170 neue Lehrer eingestellt – mehr als rein rechnerisch nötig wären, um den Bedarf abzudecken, betonte die Bildungssenatorin am Freitag. Dies habe damit zu tun, dass man den Gymnasien Überhänge gestattet habe, um infolge des Weggangs des doppelten Abiturjahrgangs nicht dringend benötigte Fachlehrer abgeben zu müssen. Allerdings werden den Gymnasien im Gegenzug Honorarmittel für Vertretungslehrer gestrichen. Weitere Unterrichtsstunden werden von 2200 Referendaren abgedeckt. Neu eingestellt wurden 200 Erzieherinnen für die Schulen. Insgesamt ist ihre Zahl auf 4600 gestiegen, was vor allem dem ausgebauten Ganztagsbetrieb der Grund- und Oberschulen geschuldet ist.

KLAGEN

Die Gerichte mussten sich in diesem Jahr mit keiner ungewöhnlich hohen Zahl von Klagen beschäftigen. An den Oberschulen habe es nur 40 Fälle gegeben, sagte der Sprecher des Verwaltungsgerichts auf Anfrage. Hier ging es vor allem um Schüler, die von den beliebten Sekundarschulen in Tempelhof-Schöneberg abgewiesen werden mussten. Rund 90 Klagen betrafen Schüler, die keinen Platz an den von ihnen gewünschten Grundschulen bekommen konnten. Im Jahr 2011/12 hatte es hier nur 60 Klagen gegeben, was allerdings ein extrem geringer Wert gewesen war. Das Verwaltungsgericht wies darauf hin, dass es im Jahr 2010/11 rund 150 Klagen gab, die die Plätze an Grundschulen betrafen.

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