Berlin : Das Original

Allein Italiener beherrschen den Dreh, schnöde Kohlehydrate zu einer Götterspeise zu machen, perfekt. Unseren Workshop leitet Berlins Bester: Bruno Pellegrini.

von und Eine Serie von Susanne Leimstoll
Pasta macht glücklich. Würde Bruno Pellegrini, Chef des Restaurants Ana e Bruno, sonst so strahlen? Seine Kreationen sehen, sind sie erst einmal raffiniert zubereitet, noch viel leckerer aus. Unter anderem deshalb hat sich der Padrone für die Präsentation im Foto den Dresscode „black tie“ verordnet: Smoking und Lackschuhe . Foto: Kai-Uwe Heinrich
Pasta macht glücklich. Würde Bruno Pellegrini, Chef des Restaurants Ana e Bruno, sonst so strahlen? Seine Kreationen sehen, sind...

Herrje – müssen denn Italiener immer aufs Pastakochen festgelegt werden? Sie müssen. Denn niemand beherrscht besser als sie den Dreh, schnöde Kohlehydrate derart zu verzaubern, dass eine Götterspeise entsteht, das ist nun mal so. Wir haben deshalb auch gar nicht lange herumgesucht in Berlin, sondern die Sache einfach in die Hände des besten italienischen Kochs der Stadt gelegt. Bruno Pellegrini, der charismatische Patron des „Ana e Bruno“, beherrscht zusammen mit seinem Küchenchef Andrea Girau die Gratwanderung zwischen Tradition und Moderne so souverän, dass er bei aller Experimentierfreude nie den kulinarischen Boden seiner Heimat verlässt. Kaum nötig zu erwähnen, dass er dieses Heimatgefühl seinen Gästen auch so farbig und beredt vermittelt, wie es ebenfalls nur Italiener können...

„Ana e Bruno“ zählt trotz langjähriger Abwesenheit der Namenspatin Ana zu den fast schon historischen Berliner Spitzenrestaurants. Die ehemalige Charlottenburger Eckkneipe hat sich über verschiedene Etappen zum heiteren Restaurant gewandelt, im Keller warten legendäre Weinklassiker darauf, vom Chef zeremoniell geöffnet zu werden, und die Küche legt die Köstlichkeiten in so geschwindem Takt vor, dass auch ein sehr langes Menü nie zur Geduldsprobe wird.

Pasta ist also das Thema unseres Workshops, gewalzt, gerollt, gefüllt, mit der Maschine geformt oder mit geschickten Händen. Am Anfang, das ist nun mal so, dauert die Herstellung der Pasta allemal länger als das Aufessen – aber da lässt sich mit viel Übung sicher etwas gegen machen. Als Abrundung des Menüs empfehlen wir, den Meister nach seinen Plänen zu fragen. Denn wenn im Juni der neue Flughafen Schönefeld öffnet, dann wird Bruno Pellegrini dabei sein. Nicht, um nach Italien zu fliegen, sondern um zu schauen, wie sein neues Restaurant angenommen wird, mit dem er sich dort mutig aus den eingefahrenen Gleisen heraus wagt. Nein, keine Sorge: Auch künftig bleibt das „Ana e Bruno“ ein ständiges kulinarisches Wahrzeichen Charlottenburgs. Bernd Matthies

Ana e Bruno, Sophie-Charlottenstr. 101, Charlottenburg, Tel. 325 71 10, geöffnet täglich ab 17 Uhr. Menüs 65 bis 95 Euro. www.ana-e-bruno.de

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