Berlin : Das "Spucki" in Lichterfelde eröffnete gestern nach umfangreichen Sanierungsarbeiten

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Die Steglitzer können wieder im Sommerbad Lichterfelde abtauchen. Nach rund dreijähriger Schließzeit und umfangreichen Sanierungsarbeiten ist der "Spucknapf", kurz "Spucki" genannt, seit gestern wieder geöffnet. Drei Becken stehen den Besuchern zur Verfügung. Auch eine neue Saunaanlage gibt es, doch fertig wird sie voraussichtlich erst im November sein. Seit Beginn der Arbeiten im Juli vorigen Jahres sind rund 8,5 Millionen Mark in das kleine Bad geflossen. "Wir haben so viel Geld investiert, weil wir sicher sind, dass dieses Bad in etwa zwei Jahren wirtschaftlich arbeiten wird", rechtfertigte Dietmar Ranz, Vorstandsmitglied bei den Berliner Bäder-Betrieben (BBB) die relativ großen Investitionen.

Nach zähen Verhandlungen mit dem Bezirk erklärten die BBB sich vor zwei Jahren bereit, das "Spucki" zu sanieren. Allerdings musste der Bezirk Zugeständnisse machen: Die Wasserfläche des Schwimmerbeckens wurde von knapp 400 Quadratmeter auf 255 Quadratmeter verkleinert. Zudem bestanden die BBB auf einen Sauna- und Fitnessbereich. "Nur damit können wir wirtschaftlich planen", sagte Ranz. Attraktiver ist jetzt auch das Mehrzweckbecken: Die 400 Quadratmeter große Wasserfläche mit einem Wasserspeier, einer Schwalldusche und Massagedüsen ist vor allem für Familien geeignet. Geöffnet ist das Bad täglich von 8 bis 20 Uhr.

"Niemand hätte gedacht, dass das Bad tatsächlich so schnell wieder genutzt werden kann", freute sich Jugendstadtrat Thomas Härtel. Sein Bezirksamtskollege und Baustadtrat Norbert Kopp bemängelte unterdessen, dass die BBB vor der Baderöffnung keine Endabnahme beantragt hätten. Eine auf die letzte Minute anberaumte Begehung des Bades durch die Bauaufsicht habe immerhin noch einige Mängel gezeigt. Diese wurden noch am Eröffnungsmorgen beseitigt.

Die neuen Becken des "Spuckis" stehen auf 180 Pfählen. Wie berichtet, sackten die alten wegen des morastigen Untergrundes immer wieder ab. Zur Sicherung investierten die BBB jedes Jahr rund 300 000 Mark. "Letztlich führten aber die Mängel an der Chlorgasanlage, die damals das Landesamt für Arbeitsschutz festgestellt hat, zur Schließung", sagte Ranz.

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