Berlin : Das Verhandlungspaket

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Die Wochenarbeitszeit der 12000 BVGMitarbeiter soll künftig auf 36,5 Stunden ohne Lohnausgleich abgesenkt werden. Das Weihnachtsgeld wird auf einen Sockelbetrag von 1000 Euro reduziert. Das Urlaubsgeld wird gänzlich gestrichen. Nach Verdi-Angaben beläuft sich das auf durchschnittlich 360 Euro brutto. Die neue Vereinbarung sieht vor, dass die Gehälter der rund 70 außertariflich Beschäftigten bei der BVG um zwölf Prozent gekürzt werden.

BESTANDSSCHUTZ

Der Senat hat eine Bestandsgarantie für die BVG bis 2020 abgegeben. „Wir verpflichten uns, am Eigentum der BVG festzuhalten“, sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit. Auf Neu-, Um- oder Ausgründungen von

Unternehmensbereichen wird verzichtet.

Betriebsbedingte Kündigungen für Verdi-Mitglieder sind laut Vereinbarung ausgeschlossen. Laut Verdi sind rund 80 Prozent der Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert.

ZUSAT ZVEREINBARUNG

Die Wochenarbeitszeit der 1300 Beschäftigten bei der BVG-Tochter Berlin Transport (BT) wird von 41,5 auf 39 Stunden bei vollem Lohnausgleich gesenkt. Neu ist die Fremdabgabequote: Die BVG wird 55 Prozent der Leistungen übernehmen. 45 Prozent will sie „fremd“ vergeben: Allerdings übernimmt 37 Prozent allein ihre Tochter BT. Neueinstellungen sind bei BVG und BT wieder möglich. Ab 2008 können neue Tarifverhandlungen aufgenommen werden. sib

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