• Das Verteidigungsministerium geht davon aus, dass die Störer die Eintrittskarten gefälscht haben

Berlin : Das Verteidigungsministerium geht davon aus, dass die Störer die Eintrittskarten gefälscht haben

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Mindestens zwei Störer des Gelöbnisses hatten sich nach Erkenntnissen der Berliner Staatsanwaltschaft ihre Eintrittskarten selbst gedruckt. Wegen des perfekten Zusammenspiels der Demonstranten geht die Bundeswehr nun davon aus, dass auch die anderen der insgesamt 15 Personen auf diese Weise auf den Appellplatz gelangten. Dies geht aus einem Bericht hervor, den das Verteidigungsministerium veröffentlichte. In den Tagen nach dem Gelöbnis vom 20. Juli hatte es dagegen Hinweise gegeben, daß Rekruten ihre für Verwandte bestimmten Karten an Gegner der Bundeswehr weitergegeben hatten. Das Ministerium räumte nun ein, dass die Angehörigen der Soldaten keine namentlichen Einladungen hatten. Während des Treuebekenntnisses von 430 Rekruten hatten - teilweise nackte - Frauen und Männer mit Trillerpfeifen gegen das militärische Zeremoniell demonstriert.

Die Bundeswehr hat gegen alle Demonstranten Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt. Mit den Anzeigen hatte sie gewartet, bis der von Minister Scharping angeforderte Bericht ausgewertet war. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Urkundenfälschung. Mit welchen Vorlagen die Kriegsgegner die Karten fälschten, ist unklar. Mindestens ein Demonstrant war mit der Einladung für eine Abgeordnete der Grünen hineingelangt. Die Bundeswehr bedauert die Störung, will aber an öffentlichen Gelöbnissen, auch in Berlin, festhalten. Jedoch werde man die Praxis der Einladungen und Einlasskontrollen überprüfen. Ein Ministeriumssprecher sagte jedoch, dass man derartige Vorfälle nicht ausschließen könne.

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