Berlin : Das war das Millenium: Als man sich duellierte, um die Geliebte zu erobern

Olga Haag[Aussiedler-],Hermann-Ehlers-OS-Steglitz[Aussiedler-]

Die Geschichte unserer Erde beginnt vor vielen tausend Jahren. Jedes Jahrtausend unterscheidet sich von den anderen und ist auf seine Art bedeutend und interessant. Je älter unser Planet wird, desto mehr Forschungen und Erfindungen erscheinen. Die Zeit läuft, der Mensch entwickelt sich, und jede Minute bringt Veränderungen in unser Leben.

Wenn ich wählen dürfte, in welches Jahrhundert ich einmal eine Zeitreise unternehmen dürfte, würde ich gern in der Mitte des zweiten Jahrtausends leben, nämlich zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert. Dieser Zeitabschnitt erscheint mir so geheimnisvoll, romantisch und rätselhaft. Ich wünschte, ich könnte die wichtigsten Ereignisse dieser Zeit mitverfolgen.

Es war die Epoche der Renaissance, was auf französisch "Wiedergeburt" bedeutet.

Man entdeckte in Italien die Kunst, Philosophie, Architektur und Literatur der Antike wieder. Damals lebten solche wichtige Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci, Künstler und Astronom, der 1503 die "Mona Lisa" gemalt hat, der italienische Maler und Architekt Michelangelo, von dem die Statue des biblischen David in Florenz stammt, der Drucker Johanes Gutenberg aus Mainz, der Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern und Martin Luther, der mit seinen "95 Thesen" die Reformation in Deutschland auslöste und derjenige war, der die Bibel in die deutsche Sprache übersetzte.

Die Baumeister dieser Epoche zählen zu talentiertesten Architekten aller Zeiten. Ihre Baukunst können wir jetzt nur als Sehenswürdigkeit betrachten.

Das war die Zeit, als die Frauen üppige Kleider trugen und mit Kutschen durch die Stadt fuhren, Männer einander zum Duell aufforderten und Heldentaten begingen, um das Herz der Geliebten zu erobern.

Die Menschen schätzten Kultur, Kunst und Traditionen ihres Landes. Sie kämpften für die Freiheit, Wahrheit und Gerechtigkeit. Die bedeutendsten Menschen dieser Zeit waren nicht nur klug, geschickt und hochgebildet, sondern auch von Geburt talentiert.

Es ist schade, dass man sich heute hauptsächlich mit neuen technologischen Entwicklungen beschäftigt und die höhere Kunst zum Hobby zählt. Wir dürfen den Wert und die Bedeutung der Werke, die uns unsere Vorfahren hinterlassen haben, nicht vergessen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar