DAS NEUE DEUTSCHLANDHAUS : Künftig ein Lern- und Erinnerungsort

DIE STIFTUNG



Die „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ wurde 2008 gegründet. Träger ist das Deutsche Historische Museum. Gefördert wird sie von der Bundesregierung. Im Stiftungsrat sitzen neben Mitgliedern des Bundes auch Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, des Zentralrates der Juden in Deutschland sowie des Bundes der Vertriebenen. 15 internationale Wissenschaftler gehören zum Beraterkreis. Die Stiftung soll „die Erinnerung und das Gedenken an Flucht und Vertreibung im 20. Jahrhundert im historischen Kontext des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Expansions- und Vernichtungspolitik und ihren Folgen wachhalten“. Sie will dazu beitragen, „dass Vertreibungen als gewalttätiges politisches Instrument und als Menschenrechtsverletzung zu jeder Zeit und an jedem Ort geächtet werden“.

DIE AUSSTELLUNGEN

Die künftige Dauerausstellung im Deutschlandhaus soll durch regelmäßige Wechselausstellungen zu einzelnen historischen Aspekten und aktuellen Entwicklungen ergänzt werden. Geplant ist ein Lern- und Erinnerungsort, der den jeweiligen Wissensstand seiner Besucher berücksichtigt und nach modernen museumspädagogischen Konzepten Ursachen, Ablauf und Folgen von Zwangsmigrationen präsentiert und vermittelt.

DIE DOKUMENTATION

Das Dokumentations-und Informationszentrum soll Schüler, Lehrer und Studenten ansprechen und Fortbildungen, Seminare und Workshops anbieten. Gezielt wollen die Betreiber mit Schulklassen arbeiten, deren Familien vielfältige Erfahrungen haben mit (Zwangs-)Migration und Integration in ein neues Lebensumfeld. Außerdem soll die Stiftung mit ihrer Spezialbibliothek und Dokumentensammlung der wissenschaftlichen Forschung dienen. cs

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