• Datenschützer kündigt weitere Klinik-Kontrollen an Reaktion auf Sicherheitsmängel im Auguste-Viktoria-Krankenhaus

Berlin : Datenschützer kündigt weitere Klinik-Kontrollen an Reaktion auf Sicherheitsmängel im Auguste-Viktoria-Krankenhaus

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Berlins Datenschutzbeauftragter Hansjürgen Garstka will weitere VivantesKliniken überprüfen lassen. Nachdem im Schöneberger Auguste-Viktoria-Krankenhaus (AVK) Sicherheitsmängel festgestellt worden waren, „werden wir das Thema mit Entschiedenheit weiter verfolgen“, sagte Garstka am Dienstag in der Sitzung des Unterausschusses Datenschutz im Abgeordnetenhaus. Welche Klinik überprüft werde, wollte er nicht sagen. Es gebe „eine Reihe von ernst zu nehmenden Hinweisen, auf deren Grundlage wir tätig werden“. Wie in einem Teil der Auflage berichtet, hatten im AVK Außenstehende Zugang zum Computernetz und zu medizinisch sensiblen Geräten.

Auch andere Krankenhäuser müssen sich auf Kontrollen gefasst machen: Hermann Schulte-Sasse, Staatssekretär in der Gesundheitsverwaltung, kündigte an, dass auch das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit tätig werden will. Zudem soll der Senat ein Sicherheitskonzept für alle Vivantes-Kliniken erarbeiten. Viola Jehnisch, Büroleiterin der Vivantes-Geschäftsführung, kündigte an, dass das Krankenhausunternehmen im Landesbesitz bis Mitte 2003 entsprechende Richtlinien erarbeiten will. Sie verwies – wie auch Ausschuss-Mitglied Wolfgang Wieland (Grüne) – darauf, dass Vivantes die Probleme lediglich „geerbt“ habe. Die inzwischen abgestellten Mängel im AVK stammten aus der Zeit, als die Klinik noch vom Bezirk getragen wurde. Inzwischen habe Vivantes aber die übrigen Kliniken überprüfen lassen. Demnach soll es vergleichbare Mängel in den anderen Häusern nicht geben. rau

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