Datenskandal bei der Landesbank : Kurierfirma erhielt Kündigung

Im Datenskandal bei der Landesbank Berlin gibt es erste Konsequenzen: Der Kurierfirma, die das Paket mit vertraulichen Daten von Kreditkarten-Kunden transportieren sollte, wurde nach Informationen von tagesspiegel.de gekündigt.

Ralf Schönball

Das Paket verschwand, wie berichtet, auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Berlin. Außerdem hat das Geldhaus dem Landesbeauftragten für Datenschutz zugesichert, „täglich“ über die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Fall von Datendiebstahl zu berichten. Dies sagte ein Sprecher des Datenschutzbeauftragten dem Tagesspiegel.

Montagabend hatte sich der stellvertreter des Datenschutzbeauftragten, Hanns-Wilhelm Heibeyl, mit Direktionsmitgliedern der Landesbank Berlin getroffen. Dabei sei  eine „enge Zusammenarbeit“ vereinbart worden, sagte dessen Sprecher  Philip Scholz. Die Landesbank habe selbst ein großes Interesse, den Vertrauensverlust infolge der Kreditkartenaffäre zu begrenzen. Daher habe die Bank auch zugesagt, die Sicherheitskonzepte ihrer Auftragnehmer zu überprüfen. Ferner würden  die Vereinbarungen mit „Unterauftragnehmern“ wie dem Kurier untersucht, um künftig auch hier der Gefahr eines Verlustes oder Diebstahls von  Daten vorzubeugen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben