Daueraustellung am Pariser Platz : Europa am Brandenburger Tor

Der Umbau im Europäischen Haus am Pariser Platz ist beendet: Am Pfingstsamstag wird dort die Dauerausstellung "Erlebnis Europa" für die Öffentlichkeit eröffnet.

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Virtuelle Reise durch Europa. EU-Kommissionschef Juncker, Kanzlerin Merkel und EU-Parlamentspräsident Schulz (von links).
Virtuelle Reise durch Europa. EU-Kommissionschef Juncker, Kanzlerin Merkel und EU-Parlamentspräsident Schulz (von links).Foto: dpa

Am Donnerstagnachmittag war das Gedränge am Pariser Platz noch ein bisschen größer als sonst: An der Ecke des Platzes, wo das Europäische Haus die Berliner Vertretung der EU-Kommission und des Europaparlaments beherbergt, war für Touristen und andere Passanten angesichts der Limousinen vor dem Haus nicht zu übersehen, dass hier ein hochrangiger Polit-Termin stattfand. Kanzlerin Angela Merkel (CDU), EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD) waren gekommen, um die neue Dauerausstellung im Erdgeschoss des Hauses einzuweihen.

Nach monatelangem Umbau ist die Ausstellung „Erlebnis Europa“ fertig, von der sich die drei Spitzenpolitiker einen Eindruck machten. Merkel, Juncker und Schulz ließen sich das „Parlamentarium“ erklären, das mit einer 360-Grad-Projektion den Betrieb in Straßburg nahebringt. Anschließend traten die drei Politiker eine virtuelle Reise durch den Kontinent an: Sie steuerten auf einer interaktiven Europa-Karte, die neben Angeboten wie einer Erklärung zur Funktionsweise der EU ebenfalls zur Ausstellung gehört, unterschiedliche Zielorte auf dem Kontinent an, auf denen jeweils EU-Projekte vermerkt sind.

Politiker müssten ihr Handeln erklären, sagte Merkel bei der Eröffnung. Die Ausstellung am Pariser Platz sei so etwas wie der „permanente Bürgerdialog“, erklärte sie weiter. Es sei eine „richtige Investition“ gewesen, die Ausstellung, deren Kosten auf rund zwei Millionen Euro beziffert werden, in unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tores einzurichten. Den Wert des Austauschs zwischen Politikern und Bürgern in Europa hob auch Juncker hervor: „Europa braucht Streitkultur im noblen Sinne des Wortes.“

„Hier wird jeder den Eingang finden, der interessiert ist, etwas über Europa zu erfahren“, lautete das Fazit der Kanzlerin über die Ausstellung im Herzen Berlins. Am kommenden Pfingstsamstag wird sie ab 10 Uhr mit einer Eröffnungsfeier für das breite Publikum geöffnet.

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