DDR-GEDENKEN : Beliebte Geschichtsorte in Berlin

Zappenduster. Das Dokumentationszentrum an der Bernauer Straße wird saniert – und ist dafür mehr als ein Jahr lang geschlossen. Foto: dpa
Zappenduster. Das Dokumentationszentrum an der Bernauer Straße wird saniert – und ist dafür mehr als ein Jahr lang geschlossen....Foto: dpa

STASI-GEDENKSTÄTTE

HOHENSCHÖNHAUSEN

In der Gedenkstätte Hohenschönhausen können sich Besucher seit 1994 ein Bild von den Auswirkungen politischer Verfolgung in der DDR machen. Bislang haben drei Millionen Menschen die Gedenkstätte besucht. Bei der Eröffnung der neuen Dauerausstellung am Freitag betonte Bürgermeister Klaus Wowereit die Bedeutung der Kulturstätte: „Das Erinnern ist ein selbstverständlicher Teil der Demokratie. Und Demokratie muss gelebt werden, jeden Tag, jede Sekunde und an jedem Ort.“ Viele junge Menschen wüssten laut Studien nicht, was Demokratie, Meinungsfreiheit und Wahlen bedeuten würden. Dies könne man hier beim Blick auf die DDR-Geschichte lernen.

Mit der Eröffnung der neuen Ausstellung ist der 2011 begonnene Umbau der Gedenkstätte Hohenschönhausen abgeschlossen. Für das gesamte Projekt stellten der Bund und das Land Berlin über 16 Millionen Euro bereit, wodurch auch ein Besucherzentrum mit Seminar- und Serviceräumen entstanden ist. Die Dauerausstellung ist montags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Zur Besichtigung der Haftanstalt finden wochentags um 11, 13 und 15 Uhr Führungen statt, am Wochenende und an Feiertagen stündlich zwischen 10 und 16 Uhr.

Genslerstr. 66, 13055 Berlin, Tel.: 98 60 82 30, www.stiftung-hsh.de

DOKUMENTATIONSZENTRUM

BERLINER MAUER

Auch das Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer plant eine neue Dauerausstellung. Weil das Gebäude laut einer Pressesprecherin zudem saniert werden müsse, wurde das Museum am Freitag für mehr als ein Jahr geschlossen. „Das Haus stammt aus dem Jahr 1965 und die bisherige Ausstellung ist zwölf Jahre alt. Deswegen bietet sich die längere Baumaßnahme jetzt an“, erklärte sie. Die Neueröffnung ist für den 9. November 2014 geplant. Bis dahin bleiben nur der Aussichtsturm, das Besucherzentrum und die Open-Air-Ausstellung der Gedenkstätte geöffnet. Die zukünftige Ausstellung soll eine doppelt so große Fläche wie die Ausstellung „Berlin, 13. August 1961“ haben, die 2001 eröffnet worden ist und mehr als vier Millionen Besucher gehabt hat.Inhaltlich soll sie mit der Vorgeschichte des Mauerbaus beginnen und mit mehr Informationen über die politischen Zusammenhänge und Umstände von Mauerbau und Mauerfall bis in die Gegenwart hineinreichen. Die Kosten für den Umbau des Dokumentationszentrums und die Umsetzung der neuen Ausstellung betragen rund drei Millionen Euro. Sie werden vom Bund, dem Land Berlin und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie finanziert. röv

Bernauer Straße 111, 13355 Berlin, Telefon: 467 98 66-66,

www.berliner-mauer-gedenkstaette.de

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