DDR-Zeitzeugenroman : Kampf um die Töchter

Im Mauermuseum am Checkpoint Charlie hat die Autorin Ines Veith ihren Zeitzeugenroman zur Trennung von Familien durch das DDR-Grenzregime vorgestellt.

Berlin - Das Buch "Die Frau vom Checkpoint Charlie" beschreibe, "was es heißt, in die Fänge einer Diktatur zu geraten und sich aus eigener Kraft aus diesen Fängen wieder zu befreien", sagte Veith. Der Roman beschreibt den Kampf von Jutta Gallus um ihre beiden Töchter. Gallus wurde 1982 bei einem gescheiterten Fluchtversuch festgenommen und inhaftiert. Zwei Jahre später kaufte die Bundesregierung sie frei. Die Kinder mussten jedoch zunächst in der DDR zurückbleiben. Gallus lenkte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf ihr Schicksal, indem sie mehrere Monate am Checkpoint Charlie demonstrierte. Auf ihrem Protestplakat stand: "Gebt mir meine Kinder zurück - vier Jahre Trennung sind genug."

Das Plakat ist nun im Mauermuseum zu sehen. Gallus sagte zu ihrem damaligen Protest: "Ich habe um meine Kinder und meine Familie gekämpft und wollte in Freiheit und in einer Demokratie leben." Sechs Jahre nach ihrer Inhaftierung hatte sie den Kampf gewonnen. Ihre Kinder trafen im August 1988 in West-Berlin ein. (tso/ddp)

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