Berlin : Defekt an Verbindung zur Zentrale führte zu Ausfall der U 7

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Ein defektes Kabel für die Datenübertragung war die Ursache des totalen Zugausfalles auf der U-Bahn-Linie U 7 am Dienstagabend. Wie gestern in einem Teil der Auflage berichtet, war der Zugverkehr zwischen 19.01 Uhr und 19.23 Uhr auf der gesamten Linie zwischen Rudow und Rathaus Spandau unterbrochen. Danach fuhren die Züge zunächst wieder zwischen Rudow und Fehrbelliner Platz. Um 19.45 Uhr konnte dann auch wieder der Betrieb bis Spandau aufgenommen werden.

Die U 7 gehört nach Angaben von BVG-Sprecher Klaus Wazlak zu den Linien, die auf eine zentrale Fernsteuerung umgestellt worden sind. Aus noch nicht geklärter Ursache gab es einen Defekt an der so genannten Hauptdatenübertragungsleitung zwischen der Strecke und der Zentrale. In solchen Fällen schalte die Anlage auf ein Sicherheitsprogramm um, sagte Wazlak weiter. Dadurch werde gewährleistet, dass kein Unfall passieren könne. Die Züge werden dabei zunächst gestoppt und können dann bis zum nächsten Bahnhof weiterfahren.

Nach dem Ausfall des Hauptkabels schickte die BVG Mitarbeiter in die örtlichen Stellwerke, aus denen nach der Umstellung auf die zentrale Fernsteuerung das Personal abgezogen worden war. Dadurch konnte der Betrieb "handgesteuert" wieder aufgenommen werden. Durch die zentrale Steuerung sparen die Verkehrsbetriebe zwar Personalkosten, bei einer Störung sind die Folgen in der Regel aber gravierender als beim Handbetrieb. Defekte in elektronischen Stellwerken, die zahlreiche Anlagen an der Strecke ersetzen, führten auch bei der Bahn AG und der S-Bahn in der Vergangenheit häufiger zu Totalausfällen im Betrieb.

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