DEGEWO-AUFSICHTSRAT ABGELÖST : Eine Frage des Vertrauens

BEGRÜNDUNG

Mit „Vertrauensverlust“begründete Finanzsenator Nußbaum die Ablösung von Ex-Bankensanierer Karl Kauermann aus dem Kontrollgremium der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Degewo. Ein Rechtsgutachten konnte keine Pflichtverletzungen erkennen, Nußbaum beruft sich auf eigene Erkenntnisse.

WOHNUNGSKAUF

Kauermann wird vorgeworfen, er habe eine Wohnung mit Dachgeschoss von der Degewo erworben, nachdem er 1999 in Berlin Volksbankchef wurde. Er entgegnet: Er kaufte diese zum gutachterlich ermittelten Verkehrswert. Die Chefaufseher waren informiert.

BETEILIGUNGEN

Kauermann war über eine Firma indirekt an der Sicherheitsfirma SSB beteiligt, die Degewo-Aufträge bekam. Vorwurf: Kauermann profitierte davon durch seinen Firmenanteil von 6250 Euro. Er entgegnet: Er habe keine Ausschüttung oder Dividende erhalten, seinen Anteil zum Einstiegspreis wieder verkauft. Auch an der Firma Zim, die ein Grundstück von der Degewo kaufte, war Kauermann indirekt beteiligt.

BÜRGSCHAFT

Kauermann übernahm eine Bürgschaft von 750 000 Euro für eine Firma, die ein Grundstück erwarb. Deren Hauptgesellschafter bot der Degewo ein anderes Wohnungsbauprojekt zum Kauf an. ball

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