Berlin : Dem Widerstand vom 20. Juli gedacht

Struck: Hitler-Attentat war „Aufstand und Aufschrei“

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Mit Kranzniederlegungen und Veranstaltungen ist am Sonntag in Berlin des Widerstands vom 20. Juli 1944 gedacht worden. Bei der zentralen Feierstunde in der Gedenkstätte Plötzensee am Nachmittag würdigte Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) den gescheiterten Anschlag auf Hitler als „Aufstand und Aufschrei zugleich“. Damit habe sich der Widerstand gegen das NSRegime ein letztes Mal sichtbar erhoben, „um Deutschland von der nationalsozialistischen Diktatur zu befreien“. In der Hinrichtungsstätte Plötzensee wurden zwischen 1933 und 1945 mehr als 2500 Menschen ermordet.

Bereits am Vormittag hatte Struck für die Opfer des 20. Juli im Bendlerblock in Tiergarten einen Kranz niedergelegt. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler vor 59 Jahren waren dort Widerständler um Oberst Claus Schenk von Stauffenberg hingerichtet worden. Nach den Worten von Struck wurde mit dem Anschlag auf Hitler dem Widerstand vieler Deutscher „Stimme und Gesicht“ gegeben, die sich „von diesem Regime abgestoßen fühlten, selbst aber zum Handeln zu schwach waren oder nicht über die notwendigen Mittel verfügten“.

Am Abend besuchte Struck gemeinsam seiner französischen Kollegin Michele Alliot-Marie das öffentliche Gelöbnis am Bendlerblock. In seiner Ansprache würdigte Struck die deutsch-französische Zusammenarbeit als „Motor für das weiter zusammenrückende Europa“. Tsp

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