Berlin : Demo gegen Bildungsabbau: Hauptärgernis der Lehrer: Arbeitsbedingungen

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Als die Lehrer im April auf die Straße gingen, protestierten sie gegen die Heraufsetzung ihrer Unterrichtsverpflichtung - erfolglos. Inzwischen haben sie sich keineswegs mit der zusätzlichen Belastung abgefunden - auch ein Grund, am Sonnabend nochmals auf die Straße zu gehen. Zudem haben sich die Arbeitsbedingungen weiter verschlechtert, etwa im Bereich der Fortbildung. Schulleiter dürfen ihre Einwilligung für den Besuch derartiger Veranstaltungen neuerdings nur dann geben, wenn der Unterricht der betreffenden Kollegen vollständig vertreten werden kann. Dies ist kaum machbar und wirkt sich jetzt aus. Erste Veranstaltungen hätten bereits mangels Anmeldungen abgesagt werden müssen, resümiert das Landesinstitut für Schule und Medien (Lisum). Jüngstes Opfer: Ein seit Jahren erfolgreiches Seminar über Japan und seine Erziehungsmethoden. Es gebe nun mal Fortbildungen, die nicht ausschließlich in der unterrichtsfreien Zeit stattfinden könnten, verteidigt das Lisum derartige anspruchsvolle Ganztagskurse.

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