Berlin : Demonstrationen für Israel und die Palästinenser

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Im Nahen Osten herrscht Krieg – das lässt auch die hier lebenden Israelis und Araber nicht unberührt. Am Freitag bekundeten rund 1100 Menschen in Charlottenburg ihre Solidarität mit Israel. Aufgerufen hatten dazu die Jüdische Gemeinde zu Berlin sowie andere jüdische und nicht-jüdische Organisationen. Am heutigen Sonnabend wollen Palästinenser in Mitte für den Frieden im Nahen Osten marschieren.

Die Pro-Israel-Demonstration unter dem Motto „Für Frieden – gegen Terror von Hisbollah und Hamas“ startete gestern um 17 Uhr am Steinplatz und zog zum Wittenbergplatz. Rund 150 Polizeibeamte begleiteten den Zug, darunter auch so genannte Anti-Konflikt-Teams. Auf der Abschlusskundgebung auf dem Wittenbergplatz sprachen unter anderem der Publizist Michel Friedman. Er warf den westlichen Staaten „Doppelmoral“ und „Heuchelei“ vor. „Die Ölinteressen sind wichtiger als das Leben der israelischen Bevölkerung“, sagte Friedman. Israel könne es sich nicht leisten, den Krieg zu verlieren. Es wäre der letzte. Auf Transparenten konnte man auf Deutsch und Englisch lesen „Solidarität mit Israel“, „Israel must defend itself“ und „Hamas stop attacks“.

Die Demonstration verlief friedlich. Allerdings riefen einige Passanten den Demonstranten vom Straßenrand aus „Mörder“ zu und bespuckten sie. Zwei Demonstranten, die mit einer Deutschlandfahne an dem Zug teilnehmen wollten, wurde von den Veranstaltern abgewiesen. Einer von ihnen war der ehemalige Berliner CDU-Abgeordnete Ulrich F. Krüger.

Die Polizei geht davon aus, dass es auch bei der Palästinenser-Demo heute friedlich zugehen wird. Die „Palästinensische Gesellschaft für Menschenrechte“ hat zu dem Marsch unter dem Motto „Stoppt den Krieg für einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten“ aufgerufen. Er beginnt um 16 Uhr am Neptunbrunnen in Mitte. Von dort führt der Demonstrationszug bis zum Potsdamer Platz (siehe Grafik). Die Polizei sperrt kurzzeitig die Straßen. Ha/tabu

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