Berlin : Den Nil hinunter im Gummiboot

Themen – Trends – Termine

-

Neues WintergartenProgramm. „Funtasia“ heißt die Show im Wintergarten-Varieté, die am 11. Februar Premiere feiert. Regie führte wieder „Roncalli“-Boss Bernhard Paul, der unter anderem den Komiker Peter Shub aus Philadelphia (USA) in die Potsdamer Straße geholt hat und ihn zeigen lässt, wie man mit einem unsichtbaren Hund spazieren geht. Außerdem treten Trapezkünstler, Tänzer und Kraftakrobaten auf. Die Vorstellungen laufen bis zum 16. April täglich außer dienstags. Die Karten kosten 15 bis 55 Euro. Weitere Informationen unter Telefon 25008888 oder im Internet unter www.wintergarten-variete.de. nw

* * *

Berlin-Story wieder da. Zwischen Café Einstein und ZDF-Haupstadtstudio befindet sich das neue Ladengeschäft der Buchhandlung „Berlin-Story“. Im Haus Unter den Linden 40, wo einst die Französische Botschaft in der DDR residierte, ist jetzt auf einer Fläche von 600 Quadratmetern mehr Raum für fast 3000 Buchtitel über Berlin, Potsdam, Brandenburg, die Hohenzollern, dazu Spiele, T-Shirts, Büsten, Spiele, CDs und Videos. Im hinteren Teil kann man der Stadt anhand eines Modells näher kommen und über die Frage grübeln: Was macht Berlin so interessant? Geöffnet ist montags bis sonntags von 10 bis 20 Uhr. Lo.

* * *

Familienwochenende im Tierheim. Berlins Tierheim ist überfüllt. Wohin mit den vielen Hunden und Katzen, fragen sich die Tierpfleger am Hausvaterweg 39 in Hohenschönhausen und laden die Berliner heute und morgen jeweils von 11-16 Uhr zu einem „Tag der offenen Tür“ ein, damit diese sich vielleicht für ein neues Haustier entscheiden. Es gibt auch Kaffee und Kuchen, einen Trödelmarkt und Bücherbasar. cs

* * *

Meisterehrung für Olympiasegler. Seglerinnen und Segler aus Berlin haben im vergangenen Jahr zahlreiche Medaillen bei Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaften geholt und waren auch bei den Olympischen Spielen in Athen erfolgreich. Aus diesem Anlass lädt der Berliner Segler-Verband am heutigen Sonnabend zu einer Meisterehrung mit Brunch ins Seglerhaus am Wannsee, Am Großen Wannsee 22-26. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr. kög

* * *

Fremde Welten für Jugendliche. „Villa Global“ heißt eine Ausstellung im Jugend Museum Schöneberg über andere Kulturen. Schulklassen können etwa eine „Kulturbox“ ausleihen. „Villa Global“ wurde jetzt bis Ende 2006 verlängert: Hauptstraße 40/42. Info und Anmeldung: 7560 6163, www.villaglobal.de. kög

Sie wagen sich mit ihren beiden gelben Schlauchbooten und einem hilflos scheinenden Kajak in die wildesten Stromschnellen, gleiten bei sengender Sonne durch Afrika, entkommen Krokodilen und begegnen zum Lohn den in Stein verewigten Künsten der alter Ägypter – der moderne Abenteurer Pasquale Scaturro und seine Crew haben den Nil von der Quelle bis zur Mündung befahren, und Jordi Llompart als Regisseur hat daraus einen spannenden IMAX-Film im riesigen XXL-Format gemacht. Am Freitag war am Marlene-Dietrich-Platz die festliche Deutschlandpremiere, bei der der kraftvolle Nil-Bezwinger für seine außerordentliche Leistung gefeiert wurde.

Scaturro, so ein Magnum-Tom-Selleck-Typ, ist einer der großen Abenteurer unserer Zeit, ein dreifacher Gipfelstürmer des Mount Everest, dem in seiner Sammlung von Höchstleistungen noch eines fehlte – eine Tour auf dem Nil, 5245 Kilometer lang. Er begann die Fahrt ins Ungewisse am 22. Dezember 2003 in den äthiopischen Bergen und spürte sehr schnell die Gefahr dieser Herausforderung: In den Stromschnellen war das gelbe Gummiboot nur schwer zu bändigen – vorbei an messerscharfem Lava-Gestein, das der Nussschale der Extremsportler sehr gefährlich werden konnte. Unzählige Male gingen die Nil-Bezwinger unfreiwillig baden, sie überwanden Wasserfälle (indem sie sich abseilten), überstanden gerade noch so einen Sturm auf dem Nasser-See und beendeten ihre Tour schließlich nach 114 Tagen am 28. April 2004 an der Mündung ins Mittelmeer. Warum das alles? „Ich habe einfach immer versucht, Dinge zu tun, die nicht jeder macht“, sagt Pascale Scaturro. Sein Film mit den effektvollen und ausdrucksstarken Bildern von Kameramann Gordon Brown möchte beweisen, dass es ohne Nil „kein Ägypten, keine Pharaonen und keine Pyramiden“ gäbe, wie der Expeditionschef sagt. Der Film bezieht Menschen, Bauwerke, Tiere und Landschaften, die den Nilfahrern auch im Sudan begegnen, ins Geschehen ein, man empfindet Ehrfurcht und Achtung vor einer Welt, die uns fern ist und ihre Geheimnisse nur preisgibt, wenn Abenteurer wie Pasquale kommen, ihre Kameras scharf machen und uns so große wie heiße Bildgeschichten erzählen. Lo.

Der blaue Nil, täglich im IMAX-Kino am Marlene-Dietrich-Platz

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben