Denkmalschutz : An der Glienicker Brücke wackeln die Kolonnaden

Für die dringend notwendige Sanierung der Kolonaden fehlen 350 000 Euro. Sie sollen jetzt aus dem Potsdamer Haushalt kommen

von
Brüchig. Der Sandstein der Kolonnaden an der Glienicker Brücke muss saniert werden.
Brüchig. Der Sandstein der Kolonnaden an der Glienicker Brücke muss saniert werden.Foto: Manfred Thomas

Die fast 100 Jahre alten Kolonnaden an der Glienicker Brücke sind völlig marode. Deshalb sollen die Stadtverordneten kurzfristig und ungeplant 350 000 Euro aus dem Potsdamer Haushalt genehmigen, wie es in einer Vorlage für die Sitzung am 2. April heißt. Die zum Unesco-Welterbe gehörenden Säulengänge sollen bis zum 25. Jubiläum des Mauerfalls repariert werden.

Schon seit 2012 ist das Problem bekannt. Damals gab es erste Sanierungsarbeiten. Laut Stadtverwaltung war vorgesehen, durch eine Spendensammlung die Arbeiten Jahr für Jahr zu finanzieren. Doch bisher hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erst 50 000 Euro eingenommen. Die Sanierung der dringlichsten Schäden kostet bereits 400 000 Euro.

Daher sollen nun aus dem Potsdamer Haushalt außerplanmäßig 350 000 Euro zugeschossen werden. Bei einem weiteren Aufschub der Sanierung könnten Passanten durch herabstürzende Steinteile verletzt werden, heißt es in der Vorlage. Insgesamt geht die Schlösserstiftung sogar von Kosten von mehr als 1,5 Millionen Euro für die Sanierung aus.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben