Berlin : Denkmalschutz: Letzte Rettung für Mauerreste

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Neun weitere Abschnitte der Mauer werden unter Denkmalschutz gestellt. Dies hat der Senat gestern beschlossen. Bereits seit 1994 gelten sechs Stücke als "Denkmäler von zeitgeschichtlicher Bedeutung": die Mauerteile in der Niederkirchnerstraße, der Bernauer Straße, Scharnhorststraße, dem Wachturm im Schlesischen Busch an der Puschkinallee, der East Side Gallery Mühlenstraße 45-80 und dem Wachturm Kieler Straße.

Folgende Mauerreste kommen hinzu: Bornholmer Straße (Teil der Hinterlandmauer), Schwedter Straße (Mauerteile Richtung Sportstadion im Mauerpark), Am Nordbahnhof, Pflugstraße 1 bis 8 a (Mauerreste als Grundstücksbegrenzung), Leipziger Platz (Mauerreste an der südlichen Platzseite), Stresemannstraße (Teile einer Hinterlandmauer auf Grundstück Nummer 130), An der Schillingbrücke (Mauerreste), Liesenstraße / Gartenstraße (entlang der Grundstücksgrenze des Domfriedhofes St. Hedwig) und Rudower Straße (Mauerreste auf einer Länge von 640 Metern zwischen Rudower Straße und Hornkleeweg).

An den Standorten der unter Schutz gestellten Mauerreste werden Hinweise angebracht. Die Kosten der Restaurierung werden auf rund 1,2 Millionen Mark, die Bauunterhaltungskosten auf jährlich 50 000 Mark geschätzt.

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