• Der Anfang vom Ende von Tempelhof Anhörung zur Schließung beginnt – trotz privaten Übernahmeangebots

Berlin : Der Anfang vom Ende von Tempelhof Anhörung zur Schließung beginnt – trotz privaten Übernahmeangebots

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Das Verfahren zur Schließung des Flughafens Tempelhof geht in die nächste Runde unabhängig vom Angebot der Fluggesellschaft dba, den Flughafen in eigener Regie zu übernehmen. Jetzt beginnt die Anhörung der nach Tempelhof fliegenden Gesellschaften. Diese wollen bekanntlich, dass der Flugbetrieb in Tempelhof weitergeht. Ihre förmliche Anhörung durch die Luftfahrtbehörde ist jedoch nach den Vorschriften des überaus aufwändigen Schließungsverfahrens erforderlich.

Inzwischen hat der neue Inhaber der früheren Deutschen BA, Hans Rudolf Wöhrl, sein Übernahmeangebot auch schriftlich an die Flughafengesellschaft geschickt. Dort wertet man es aber nur als eine Art „Interessensbekundung“. Eine detaillierte Vorlage mit exakten Berechnungen habe man nicht erhalten, so Flughafensprecherin Rosemarie Meichsner. Die Flughafengesellschaft will den Betrieb in Tempelhof zum Oktober 2004 einstellen, da der Flughafen defizitär arbeitet. Der Verlust beträgt jährlich rund 13 Millionen Euro.

Wöhrl hatte angeboten, mit der Flotte der dba vom Flughafen Tegel nach Tempelhof zu ziehen und den Betrieb zu übernehmen. Die von dba in Tegel gezahlten Gebühren in Höhe von 14 Millionen Euro würden die gesamten Verluste des Flughafens Tempelhof decken, argumentiert Wöhrl. Auch alle anderen Fluggesellschaften, die derzeit in Tempelhof starten und landen, sollen nach diesen Überlegungen dort bleiben. Voraussetzung dafür wäre, dass der Flughafen frühestens dann geschlossen wird, wenn der Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) in Schönefeld fertig ist – nach derzeitigen Plänen 2009/2010. Der Senat will Tempelhof dagegen spätestens bereits mit dem Vorliegen der rechtskräftigen Ausbaugenehmigung aufgeben, die 2005 erwartet wird. kt

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