Berlin : Der Angeklagte schweigt im Prozess um gefälschte Führerscheine

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Für einen jahrelangen Handel mit gefälschten Führerscheinen muss sich seit gestern ein gelernter Agrartechniker vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der 44- jährige Thomas S. soll nach Angaben des Staatsanwalts von 2001 bis 2005 insgesamt 147 Fälschungen verkauft und damit rund 115 000 Euro ergaunert haben. Zudem soll er in mehreren Tageszeitungen Anzeigen für seine dubiosen Geschäfte geschaltet, aber nicht bezahlt haben. Dadurch sei den Verlagen ein Schaden von etwa 227 000 Euro entstanden.

Der mehrfach vorbestrafte S. soll unter anderem Hilfe bei einer negativ ausgefallenen medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) angepriesen haben. Hatten ihm die Interessenten den Preis gezahlt, ihre Personaldaten und ein Passbild geschickt, brachte er die heiß ersehnte, aber leider gefälschte „Pappe“ laut Anklage zum Teil auch persönlich vorbei. Der Beschuldigte wollte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern. Der Prozess wird am 25. Oktober fortgesetzt. K. G.

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