Berlin : Der Baubeginn für ein Luxushotel verzögert sich weiter - und der Investor schweigt

CD

Auch zehn Tage nach dem angekündigten Baubeginn für ein Luxushotel, Wohnungen, ein Lokal und ein Spionagemuseum auf dem Teufelsberg im Grunewald geschah gestern noch nichts. Vermutlich liegt dies an den andauernden Verhandlungen des Kölner Investors Gruhl & Partner mit möglichen Pächtern des vorgesehenen Kongresshotels.

Wie berichtet, laufen derzeit Gespräche mit dem ebenfalls in Köln ansässigen Hotelunternehmer Thomas Althoff (Collection International Luxushotels), der mehrere Standorte in Berlin prüft. Zuvor hatte sich die Raffles-Holding aus Singapur gegen das Vorhaben auf dem Teufelsberg entschieden und stattdessen einen Pachtvertrag für ein Hotel im geplanten Charlottenburger "Zoofenster"-Hochhaus geschlossen. Vom Investor Gruhl & Partner war bis gestern nichts über die Gründe der Verzögerung zu erfahren.

Nach Auskunft eines Anwohners aus der nahen Insterburgallee gab es bisher keine Anzeichen für eine Bautätigkeit auf dem eingezäunten Gelände der ehemaligen Abhörstation der Alliierten. Die in einem "Aktionsbündnis Teufelsberg" organisierten Gegner des Projekts - darunter die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Bündnis 90 / Grüne - beobachten die Entwicklung auf dem Berg derzeit fast täglich, um gegebenenfalls sofort mit neuen Protestaktionen reagieren zu können. Am Montag der Vorwoche waren die Teilnehmer einer Demonstration gegen den vermeintlichen Baustart unter sich geblieben. Beim Verwaltungsgericht ist noch die zweite Klage der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald anhängig, in der man vom Senat ein "Waldumwandlungsverfahren" und die Beteiligung daran fordert.

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