Berlin : Der Baustart für die Spreebrücke ist gefährdet

bey

Der Baubeginn für die seit Jahren geplante Altstadt-Umfahrung ist gefährdet. Eigentlich sollten im Herbst die Arbeiten an der 100 Millionen Mark teuren Verbindung beginnen, die von der Straße An der Wuhlheide über die Spree und dann zur Oberspreestraße führt. Doch zwei benötigte Grundstücke gehören noch nicht dem Land Berlin. "Der Grunderwerb muß noch geklärt werden", sagte Dagmar Buchholz von der Senatsverkehrsverwaltung. So gebe es Probleme mit einer Fläche der Firma Raab Karcher, nördlich der Spree, und mit einem Areal der Berliner Turnerkooperation auf der südlichen Wasserseite. Man habe Karcher ein Ersatzgrundstück in Oberschöneweide angeboten, doch plötzlich habe das Unternehmen abgesagt, sagt Köpenicks Baustadtrat Oliver Scholz (CDU).

Die Turnerkooperation, der das rund 52 000 Quadratmeter große Grundstück im Ortsteil Spindlersfeld gehört, will dagegen nur ihr gesamtes Gelände verkaufen, obwohl für die Spreebrücke nur etwa die Hälfte der Fläche benötigt werde. Das Bezirksamt verhandle dazu gegenwärtig mit zwei Interessenten, ist aus dem Rathaus zu erfahren. Insider vermuten allerdings, dass sich die Gespräche in die Länge ziehen könnten, weil die Eigentümer aus dem Verkauf möglichst viel herausschlagen wollen. Baustadtrat Scholz zeigt sich dennoch optimistisch und geht davon aus, dass bis spätestens September "die ganze Sache über die Bühne ist" und mit dem Bau begonnen werden kann. Die neue Spreebrücke wird je Fahrtrichtung zwei Spuren sowie Rad- und Gehwege erhalten. Auch ein Lärmschutz ist vorgesehen. Im Jahr 2002 soll das 155 Meter lange und 30 Meter breite Bauwerk fertig sein. Eine europaweite Ausschreibung ist in diesen Tagen beendet worden, berichtet Dagmar Buchholz von der Senatsverkehrsverwaltung. Derzeit läuft die Bieter-Auswahl.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar